Internationaler StopEPA-Aktionstag am 25. September

 

 

Faxaktion gegen ungerechte Handelsbeziehungen zwischen Nord und Süd

 

 

Anlässlich des internationalen StopEPA-Aktionstages ruft Mission EineWelt gemeinsam mit anderen kirchlichen und Nichtregierungsorganisationen am 25. September zu einer Protestaktion gegen die ungerechten Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Ländern des Südens auf.

 

Hintergrund sind die seit 2002 andauernden Verhandlungen über neue so genannte Wirtschaftspartnerabkommen (englisch: EPAs) zwischen der Europäischen Union (EU) und den Staaten Afrikas, der Karibik und des pazifischen Raums (AKP-Staaten).

 

EPAs sind Freihandelsabkommen, die im Gegenzug für den Marktzugang zur EU eine umfassende Öffnung der Märkte von Entwicklungsländern vorsehen. Neben dem Waren- und Güterhandel sollen auch Dienstleistungen und Investitionen liberalisiert und schärfere Regelungen zum Schutz geistiger Eigentumsrechte durchgesetzt werden.

 

Viele AKP-Staaten befürchten, dass ihre einheimischen Produzenten mit der mächtigen Konkurrenz aus der EU nicht mithalten können. Sie sehen die Existenz der vielen Kleinbauern und Kleinunternehmen durch die Abkommen akut gefährdet und fordern die Neuverhandlung strittiger Punkte.

 

Deutsche Nichtregierungsorganisationen, die in Koalition mit der Internationalen StopEPA-Kampagne die Verhandlungen kritisch begleiten, sind angesichts der europäischen Verhandlungsführung und der bisherigen Ergebnisse besorgt und fordern die EU zu einem umfassenden Kurswechsel auf.

 

Die Faxaktion anlässlich des internationalen StopEPA-Aktionstages am 25. September läuft in mehr als 15 Ländern. In Deutschland richtet sich die Aktion an Dr. Evita Schmieg (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Karl-Ernst Brauner (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) sowie an Michael Schloms (Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Brüssel).

 

Mit dem Aufruf soll die große Bedeutung der Verhandlungen deutlich gemacht und die Verantwortlichen zum Handeln aufgerufen werden. Mission EineWelt unterstützt die Forderungen der StopEPA-Kampagne [mehr...]

 

 

 

Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

 

 

eingestellt am 24. September 2009


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