Dürre lässt Mensch und Tier leiden
Mission EineWelt bittet um Spenden für Tansania
Trockenheit herrscht in Ostafrika. In Kenia leiden nach offiziellen Angaben knapp vier Millionen Menschen an den Folgen der Dürre. Im benachbarten Norden Tansanias rund 800.000. Das Bild ist überall ähnlich: Vertrocknete Maispflanzen auf den Äckern, Flussbetten ohne Wasser, verendete Tiere. „In manchen Gebieten hat es mehr als ein Jahr nicht geregnet“, weiß Manfred Scheckenbach, Tansania-Referent bei Mission EineWelt, der sich jüngst ein Bild von der Lage machen konnte.
In der Massaisteppe, wo sonst riesige Rinderherden weiden, habe er ganze Gebiete öde und leer vorgefunden, erzählt Scheckenbach. Das Vieh haben die Menschen Hunderte Kilometer entfernt weggebracht in der Hoffnung, dass es dort überlebt. Meist gibt eine einzige Kuh noch ein wenig Milch, um die Familien in den Bomas, den traditionellen Lehmhütten, zu ernähren. Dem Tansania-Experten zufolge tun Überweidung sowie fehlende Aufforstungen ein Übriges, um das Land versteppen zu lassen.
Besonders schlimm hat es in der tansanischen lutherischen Partnerkirche die nördlichen Diözesen, Arusha, Meru, Pare und Nord, getroffen. „Die Menschen versinken in Not und Elend“, beklagt Bischof Thomas Laiser aus Arusha. Die Preise für Lebensmittel seien explodiert, so dass sich die Bevölkerung nicht einmal mehr eine Mahlzeit am Tag kochen kann.
Jetzt hat seine Kirche Soforthilfen für November angekündigt. Sechs Wochen lang sollen 14.000 Menschen mit jeweils zwölf Kilogramm Mais und vier Kilo Bohnen versorgt werden. Dafür stellt die bayerische Landeskirche aus ihrem Katastrophenfonds gemeinsam mit Mission EineWelt 60.000 Euro zur Verfügung. Gebraucht werden allerdings 85.000.
Dürren und Fluten als Folgen des Klimawandels werden Ostafrika häufiger treffen als in der Vergangenheit. Die früher verlässlichen kleinen und großen Regenzeiten – sie haben sich verschoben oder bleiben ganz aus. Erst vor zehn Jahren habe Tansania unter extremer Trockenheit gelitten, erinnert sich Scheckenbach. „Die Abstände werden geringer.“
Nachhaltige Projekte fördern
Um der Situation künftig besser begegnen zu können, diskutiere Mission EineWelt mit den tansanischen Partnern auch nachhaltige Projekte zur Bewahrung der Schöpfung, unterstreicht Scheckenbach. Hoffnungsvoll stimmen ihn kleine Schritte, wie das vor zehn Jahren von Mission EineWelt initiierte Wasserprojekt in besagter Massaisteppe. Dort versorgt eine Windpumpe die Krankenstation Muungano mit Wasser, das aus der Erde in Wassertanks gepumpt wird. Scheckenbach: „Ursprünglich war das Projekt für die Krankenstation gedacht. Heute schöpfen dort auch die Massai ihr Wasser.“
Jetzt hoffen die Menschen in Tansania auf den Herbstregen. Doch wenn er kommt, dann vielleicht nicht zum Segen: Viele befürchten, dass nach der langen Dürrezeit Überschwemmungen drohen könnten.
Annekathrin Jentsch, Pressereferentin
eingestellt am 30. September 2009
Angesichts der schlimmsten Dürre seit Jahren in Nordtansania bittet Mission EineWelt um Spenden.
Spendenkonto:
Mission EineWelt
10 11 111
EKK Nürnberg
BLZ 520 604 10
Stichwort: Dürrekatastrophe in Tansania
Pressestelle Mission EineWelt Tel. 09874 9-1030 presse(at)mission-einewelt.de







