Postkarte zur Protestaktion

Protest zum Welternährungstag

Postkartenaktion gegen EU-Subventionspolitik

 

Mit einer Postkartenaktion wird Mission EineWelt am kommenden Freitag anlässlich des Welternährungstages  gegen die Subventionspolitik der Europäischen Union protestieren. Im Rahmen einer Ernährungskampagne des landeskirchlichen Centrums unter dem Motto „Wir haben genug“ werden im Lorenzer Laden in der Nürnberger Innenstadt zwischen 11.00 und 14.00 Uhr Interessierte die Möglichkeit haben, eine Postkarte oder E-Mail direkt an die EU-Kommissarin für Agrarwirtschaft Mariann Fischer Boel zu schicken.

 

Die EU-Kommissarin wird darin aufgefordert, für einen sofortigen Stopp der EU-Exportsubventionen insbesondere für Milchprodukte einzutreten. Durch die im Januar 2009 wieder eingeführten Exporterstattungen für Milchprodukte aus der EU entstehen Weltmarktpreise, die deutlich unter den tatsächlichen Produktionskosten liegen. Das bedroht die Existenz von hunderttausenden Kleinbauern in Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika. Sie können mit den staatlich geförderten Dumpingpreisen nicht mithalten und verlieren ihre Existenzgrundlage. Die Folgen sind Armut, Hunger und Not.

 

Gleichzeitig treibt nach Aussage des landeskirchlichen Centrums Mission EineWelt diese Subventions-Politik in Europa die Überschussproduktion sowie die Industrialisierung der Landwirtschaft voran und dient vor allem Lebensmittelkonzernen und der Agroindustrie.

 

An der Postkarten- und E-Mail-Aktion sollen sich in den nächsten Monaten auch verstärkt Gruppen und Kirchengemeinden beteiligen. Über diese Aktion sollen Themen wie Ernährungssicherheit und EU-Agrarpolitik  im Rahmen der Mission EineWelt-Ernährungskampagne „Wir haben genug!“ verstärkt in die Öffentlichkeit gebracht werden. Sobald der Koalitionsvertrag und das Kabinett der neuen Bundesregierung stehen, soll auch diese in die Aktion mit einbezogen werden.

Mit seiner Ernährungskampagne richtet sich Mission EineWelt auch an die Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie werden aufgefordert, Lebensmittel direkt von regionalen Bauern, lokalen Produzenten und wenn möglich aus ökologischer Erzeugung oder dem fairen Handel zu kaufen. Damit werde ein wichtiger Beitrag für die Erhaltung der lokalen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft sowie für den Klimaschutz geleistet.

 

Im Rahmen der Aktion im Lorenzer Laden werden auch die Preisträger eines Fotowettbewerbs geehrt. Junge Freiwillige von Mission EineWelt, die in den vergangenen 12 Monate in sozialen Projekten der protestantischen Partnerkirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika mitgearbeitet haben, hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Aus den 30 Einsendungen zu den Themen „Ernährung“, „Lebensalltag“ und “Freiwilligenarbeit“ wurden die Bilder von Hans-Georg Höllerer aus Landshut (1. Preis, 300 €), Maren Manz aus Nürnberg (2. Preis, 200 €), Mareike Kühn aus Höchstädt und Alexander Marx aus  Starnberg (3. Preis, jeweils 50 €) von der Jury ausgewählt. Alle eingereichten Fotos sind vom 16. - 19.10.09 im Lorenzer Laden zu sehen.

 

Information zur Protestaktion und Kontakt: Pfarrerin Gisela Voltz, Referentin für entwicklungsbezogene Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0911-36672-12, gisela.voltz@mission-einewelt.de

 

Gisela Voltz / Helge Neuschwander-Lutz

 

eingestellt am 13. Oktober 2009

 


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