Klimawandel in Brasilien sichtbar

Konsultation zwischen brasilianischer und bayerischer Kirchenleitung

 

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Brasilien augenfällig. Anlässlich einer Konsultation zwischen brasilianischer und bayerischer Landeskirche, die Anfang Oktober zu Ende ging, wurden den beiden Kirchendelegationen die gravierenden Folgen für das südamerikanische Land deutlich gemacht. Innerhalb von 16 Jahren seien enorme Gebiete der Savannenlandschaft und des Urwalds gerodet und zum Soja-, Kaffee-, und Zuckerrohranbau sowie zur Viehhaltung verwendet worden. Auf Kosten der Natur werde in dieser Gegend hauptsächlich für den Export produziert ohne Rücksicht auf die sehr verwundbaren ökologischen Kreisläufe.

 

Als positiv in Sachen Klimawandel wurde das Engagement der lutherischen Kirche im Amazonasgebiet gewertet, wo in ökumenischen Projekten durch den Einsatz von Mischkulturen und Fruchtwechsel sehr erfolgreich sowohl das ökologische System erhalten als auch einen reichen Ertrag an Nahrungsmittel sichergestellt werden.

 

Die Leitungen der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) trafen sich in der brasilianischen Stadt Vitoria. Unter Leitung von Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll und Oberkirchenrat Michael Martin sowie dem Kirchenpräsidenten der IECLB, Walter Altmann, und dem Präsidenten des brasilianischen Kirchenrates, Milton Laske, waren die Delegationen zu gemeinsamen Beratungen zusammengekommen.

 

Die Teilnehmer der Konsultation zogen im Blick auf die Entwicklung der Kirchenpartnerschaft zwischen der IECLB und der ELKB während der letzten Jahre eine positive Bilanz. Aus der langjährigen Praxis, Mitarbeitende aus Bayern nach Brasilien auszusenden, ist inzwischen ein Austausch geworden. Brasilianische Pfarrerinnen und Pfarrer arbeiten mit großem Erfolg in Bayern. Die Möglichkeit, dass junge Menschen aus Bayern ein soziales Jahr in verschiedenen Projekten in Brasilien absolvieren können, wurde bei dem Gespräch der Kirchenleitungen besonders hervorgehoben.

 

Zwischen den beiden Kirchen besteht seit 1980 ein Partnerschaftsvertrag, der voraussichtlich im Rahmen der Herbstsynode der bayerischen Landeskirche im Jahr 2010 erneuert werden wird.

 

 

eingestellt am 19. Oktober 2009

 


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