„Gerechtigkeit muss erstritten werden“

Hearing des Sozialforums „Zeit der Krise – Zeit der Proteste“ am 31. Oktober 2009 in Nürnberg-Gostenhof

 

Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat Folgen für die hiesige Bevölkerung, aber auch für viele Millionen Menschen in den Entwicklungsländern. Mit einem öffentlichen Hearing will das Nürnberger Sozialforum an diesem Samstag unter dem Motto „Zeit der Krise – Zeit der Proteste“ über die Dimension und die Auswirkungen der derzeitigen Krise beraten. Die Anhörung wird von Mission EineWelt und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) mit organisiert.

 

Nach Ansicht der Veranstalter kommen die Folgen dieser weltweiten Wirtschaftskrise gerade erst bei den Menschen an. Als Beispiel wird unter anderem die für die Region folgenschwere Schließung des Quelle-Versandhauses genannt. Zudem deuteten die politischen Richtungs-entscheidungen der neuen Regierung darauf hin, dass eine weitere Umverteilung von unten nach oben stattfindet.

 

Mission EineWelt engagiert sich bei dem Sozialforum auch deshalb, weil die „aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise eine globale Krise“ sei, so Gisela Voltz von dem kirchlichen Partnerschaftscentrum. Damit träfen die Folgen der Krise auch diejenigen, die am wenigsten an den Ursachen beteiligt seien. Die Anzahl der Hungernden sei im letzten Jahr förmlich explodiert, so Voltz.

 

Nach Aussage des KDA-Mitarbeiters Norbert Feulner müsse Schluss sein mit dem Vorrang für das Kapital vor den Bedürfnissen der Menschen. Die Politik stehe hier in der Verantwortung. „Gerechtigkeit fällt nicht vom Himmel, sondern muss erstritten werden.“ Das Hearing am Samstag sei ein Baustein, um sich zu vernetzen und sich über konkrete Protestformen zu verständigen.

 

Termin der Veranstaltung ist Samstag, 31.Oktober 2009. Das Hearing findet von 10.30 bis 18.00 Uhr im Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6, statt.

 

Unterstützt wird das Sozialforum von den Gewerkschaften ver.di und GEW, von kirchlichen Organisationen wie Mission EineWelt und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, von Attac, der Aktionsgemeinschaft Nürnberger Arbeitsloser ANA, der Karawane – Für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen und anderen Gruppierungen.

 

Helge Neuschwander-Lutz

 

Eine Presseerklärung der Organisatoren kann hier nachgelesen werden.

 

  

eingestellt am 29. Oktober 2009

 


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