Riesige Bereicherung

Lutheraner in Honduras bemühen sich nach Putsch um den Frieden

 

Vom 9. bis 12. November fand in Tegucigalpa/Honduras unter der Leitung von Martin Junge, Referent des Lutherischen Weltbundes für Lateinamerika und Karibik, und Bischof Melvin Jimenez aus Costa Rica ein Runder Tisch statt. Das mittelamerikanische Land war in den letzten Monaten vor allem wegen des Militärputsches vom Sommer dieses Jahres in den Schlagzeilen. Die kleine lutherische Kirche des Landes versucht seither, sich aktiv am Friedensprozess zu beteiligen.

 

Nach der Vorstellung der Nachhaltigkeitsstrategie des Lutherischen Weltbundes konnten die Partnerkirchen ihre Vorstellung von Zusammenarbeit mit der Kirche in Honduras präsentieren. Die einheimische Kirche zeigte mit ihren verschiedenen Gemeinden ein buntes Bild lutherischen Gemeindeaufbaus in dem zentralamerikanischen Land.

 

Zum Abschluss wurden gemeinsame Vereinbarungen auf dem Weg gebracht. Trotz der politischen Auseinandersetzungen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine dynamische Kirche erleben, die gerade aufgrund des Fehlens von Geistlichen eine große Eigenständigkeit erlangte. Dies zeigte sich dann auch bei der anschließenden Kirchenversammlung auf der Satzung und die Kirchenordnung verabschiedet wurden. Gleichzeitig fanden Wahlen zum Kirchenrat und Kirchenpräsidenten statt. So wurde Martin Girón zum neuen Kirchenpräsidenten und Hernán Lopez zum Generalsekretär bestimmt.

 

Martin Junge, der kurz vorher zum neuen Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes gewählt wurde, meinte dazu: „Der lutherische Weltbund freut sich, dass in dem schwierigen honduranischen Kontext sich eine nationale Kirche mit Honduranern entwickeln konnte. Dies ist für die lutherische Gemeinschaft eine riesige Bereicherung.“ 

 

Neben der Evangelischen-Lutherischen Landeskirche in Bayern, vertreten durch Hans Zeller, Lateinamerikareferent in Mission EineWelt, waren die Evangelisch-Lutherischen Kirchen aus Schweden, USA, Peru und Argentinien an den Kirchentreffen beteiligt.

 

Hans Zeller

 

eingestellt am 20. November 2009


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