Nürnberger Christkind unterstützt "Fair Toys"

Aktion gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie

 

Am morgigen Donnerstag (10. Dezember 2009) wird das Nürnberger Bündnis „Fair Toys“ mit einer Informations- und Unterschriftenaktion auf die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der chinesischen Spielzeugindustrie aufmerksam machen. Die Aktion findet bei der Nürnberger Kinderweihnacht auf dem Hans-Sachs-Platz statt und hat prominente Unterstützung. Das Nürnberger Christkind Johanna Heller wird ab 13.45 Uhr die von 13.00 bis 16.00 Uhr laufende Aktion unterstützen.

 

Das Nürnberger Bündnis "Fair Toys" engagiert sich seit Jahren für faire Bedingungen in der Spielwarenproduktion. Rund 80 Prozent des auf dem Weltmarkt gehandelten Spielzeugs kommen aus China. Anlässlich der vermehrten vorweihnachtlichen Einkäufe von Spielzeug weist das Nürnberger Bündnis mit seinen wiederkehrenden Aktionen auf mangelnde Sicherheit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der chinesischen Spielzeugindustrie hin.

 

Eine Schulklasse wird zusammen mit dem lebendigen „Fair Toys“-Plüschbären die Besucherinnen und Besucher auf dem Hans-Sachs-Platz informieren und Unterschriften sammeln, mit denen die deutschen Hersteller aufgefordert werden, für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben zu sorgen.

 

Nach Ansicht von „Fair Toys“, das von Mission EineWelt unterstützt wird, liegt die Verantwortung für die schlechten Arbeitsbedingungen nicht nur bei den chinesischen Herstellern, sondern auch bei den hiesigen Markenfirmen und beim Handel. Wer ein Produkt vermarktet, trägt gegenüber den Verbrauchern auch Verantwortung für dessen Qualität. Wer seine Lieferanten durch niedrige Preise und knappe Lieferfristen unter Druck setzt, ist mitverantwortlich für überlange Arbeitszeiten, Gesundheitsgefährdungen und vermehrte Arbeitsunfälle.

 

Ein vom Weltverband der Spielzeugindustrie 2003 festgelegter Verhaltenskodex soll von der Spielzeugindustrie umgesetzt werden. Von einer Stiftung des Weltverbandes werden Fabriken kontrolliert, Verbesserungsmaßnahmen festgelegt und ein Zertifikat erteilt, wenn alle Kriterien eingehalten werden. Doch dieser Kodex kann nur greifen, wenn er auf breiter Front zügig und konsequent umgesetzt wird, so die Botschaft des Aktionsbündnisses.

 

Helge Neuschwander-Lutz

 

eingestellt am 9. Dezember 2009


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