Ein ganzer Landstrich in Trümmern

Evangelische Gemeinden in Chile von schwerem Erdbeben betroffen

 

 

Nach dem verheerenden Erdbeben, das nach vorläufigen Angaben in Chile mehr als 700 Menschenleben gekostet hat, befürchtet Mission EineWelt (MEW), dass auch die lutherische Partnerkirche schwer betroffen ist. Der heftige Erdstoß der Stärke 8,8 ereignete sich am vergangenen Samstag in den frühen Morgenstunden nahe der zweitgrößten Stadt des Landes, Concepción.

 

Derzeit versuchen nach Angaben des landeskirchlichen Centrums in Neuendettelsau, die Pastoren der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Chile ihre Gemeindemitglieder in der Erdbebenregion aufzusuchen. Das sei besonders in und um die Stadt Concepción schwierig, die nahe dem Epizentrum liegt. Zahlreiche Häuser seien eingestürzt, hunderttausende Menschen obdachlos und die Zahl der Vermissten sei noch nicht zu beziffern.

 

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Chile hat im Raum Concepción mehrere Gemeinden. Die Kirchenpräsidentin Gloria Rojas berichtet, dass es dem Ortspfarrer von Concepción aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung bisher noch nicht gelungen sei, Kontakt zu seinen Gemeinden aufzunehmen.

 

Selbst in der rund 500 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernten Haupt-stadt Santiago de Chile hätten mehrere kirchliche Gebäude Schäden davongetragen. Gemeindemitglieder berichten, dass sie Angehörige vermissen, ihre Häuser vom Beben verwüstet seien und die Stromversorgung sowie die Infrastruktur zusammengebrochen seien. Wie schwer die Zerstörungen sind, zeigt auch eine andere Aussage der Kirchenpräsidentin Gloria Rojas: „Im Moment habe ich den Eindruck, dass wir Informationen über das Ausmaß des Bebens vor allem aus dem Ausland erhalten."

 

Für das MEW arbeiten zwei junge Frauen über das Internationale Freiwilligenprogramm in Santiago de Chile. Nach Erkundigungen des Lateinamerikareferenten im Centrum MEW, Hans Zeller, sind sie wohlauf.  "Wir konnten zu ihnen Kontakt herstellen und sind dankbar, dass ihnen nichts passiert ist.“

 

Mission EineWelt ruft die bayerischen Gemeinden dazu auf, fürbittend an die chilenische Partnerkirche zu denken. „Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei den Menschen in Chile“, so Zeller. Ebenso bittet das Centrum um Spenden für die Partnerkirche unter dem Stichwort „Erdbeben Chile“ auf das Spendenkonto 10 11 111 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG (BLZ 520 604 10). 

 

Helge Neuschwander-Lutz 

 

eingestellt am 1. März 2010

 


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