Hoffnung auf stabile Amtsführung
Die Evangelisch-Lutherische Kirche im Kongo (EELCo) hat Mitte Juni einen neuen leitenden Bischof gewählt. An die Wahl von Mwamba Sumaili René knüpft sich die Hoffnung, dass die EELCo, eine Partnerkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, sich wieder mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren kann.
Immer wieder wurde die lutherische Kirche in der Demokratischen Republik Kongo in den letzten Jahren durch innerkirchliche Konflikte in ihrer Arbeit gelähmt. Der für sechs Jahre gewählte Bischof Sumaili steht nun für einen Neuanfang. Er will sich vor allem auf die evangelistische Arbeit, eine Kernaufgabe der Kirche, konzentrieren: „Eine Kirche zu leiten, heißt für mich, spirituelle und moralische Führung zu geben und daran zu arbeiten, den Menschen im Kongo das Evangelium der Erlösung nahezubringen.“ Der Leiter des Afrika-Referates von Mission EineWelt begrüßte die Wahl. „Ich kenne den Bischof als besonnenen Mann. Mit seiner Wahl sind von Seiten der EELCo alle Weichen für eine ruhige und konzentrierte Arbeitsweise in der Kirche gestellt“, erklärte Reinhard Hansen. Mission EineWelt pflegt im Auftrag der bayerischen Landeskirche partnerschaftliche Beziehungen zur lutherischen Kirche im Kongo.
Sogar der kongolesischen Regierung war an einer Beruhigung der Situation gelegen: Vertreter des Justizministeriums waren bei der Wahl in der Provinzhauptstadt Lubumbashi, dem Hauptsitz der Kirche, anwesend, um die Wahl juristisch abzusichern. Das spricht auch für den hohen Stellenwert, den die Regierung der Kirche beimisst. Die Wahl verlief jedoch reibungslos, auch wenn es nicht auf Anhieb ein klares Ergebnis gab: Im ersten Wahlgang konnte keiner der vier Kandidaten die absolute Mehrheit gewinnen. Erst nach einer Stichwahl setzte sich Bischof Sumaili gegen den bisherigen Amtsinhaber Daniel Kabamba durch. Sechs Jahre lang ist der neue leitende Bischof nun der gesetzliche Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Kongo.
Daniela Obermeyer
eingestellt am 23. Juni 2010
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