Singend und tanzend verließ der Chor Betseranai aus Simbabwe die Nürnberger Lorenzkirche und zog mit den Gästen zum Empfang.
Beim Stehempfang in einem Zelt im Innenhof der Lorenzer Gemeinde hörten die Besucher die Grußworte und Vorträge.
Prominente Kirchenvertreter aus nah und fern waren anwesend: Dr. Walter Altmann, Moderator des Ökumenischen Rates der Kirchen und Präsident der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, neben der Nürnberger Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern. Fotos: Mission EineWelt/Helge Neuschwander-Lutz

Für ein gerechte Verteilung von Nahrung

Das Motto „Wir haben genug.!“ der Welternährungskampagne von Mission EineWelt prägte am 28. Juli auch den Jahresempfang des Centrums für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Rund 200 Gäste aus dem In- und Ausland nahmen an dem dreisprachigen Gottesdienst in der Nürnberger Lorenzkirche und dem anschließenden Empfang in der Innenstadt teil.

 

Auch in den Grußworten der Ehrengäste spiegelte sich das Anliegen der Kampagne wider, für eine gerechte Verteilung der weltweit ausreichend vorhandenen Nahrungsmittel zu sorgen. So betonte Dr. Walter Altmann, Moderator des Ökumenischen Rates der Kirchen und Präsident der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, dass das technologische Know-how zur Beseitigung des weltweiten Hungers zwar gegeben wäre, aber nicht genutzt wird. Dr. Rogate Mshana vom Ökumenischen Rat der Kirchen appellierte in seinem Festvortrag an „die reichen Länder“: Diese müssten lernen zu verstehen, was „genug Essen für heute“ bedeutet und Systeme schaffen, die Nahrungsmittel mit denen zu teilen, die weniger als genug haben. Wie wichtig nicht nur weltweites, sondern auch regionales Engagement ist, unterstrich die Ehrung ehrenamtlicher Mitarbeiter, die für und mit Mission EineWelt tätig sind – seien es Mitarbeitende in einem Eine-Welt-Laden oder Gemeindemitglieder, die Vorträge in Schulen und Partnerschaftsbesuche organisieren.

 

Gäste aus 24 Kirchen weltweit sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft aus dem Inland lauschten den Vorträgen und Grußworten. Viele der Repräsentanten aus den Partnerkirchen der bayerischen Landeskirche waren zuvor Gäste oder Delegierte bei der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Stuttgart gewesen (20.-27.7.). Sie werden daraus Impulse liefern für das anschließende Symposium zu „Klimawandel und Ernährungssouveränität“, das Mission EineWelt vom 29. Juli bis 1. August in Neuendettelsau veranstaltet.

 

Musikalisch untermalt wurden der Empfang sowie zuvor der Gottesdienst von dem Chor Betseranai aus Simbabwe. Die HIV-positiven Sängerinnen und Sänger machen in ihren Liedern auf das Schicksal von Menschen mit dieser Krankheit aufmerksam. Zur Stärkung gab es für die Gäste ein Buffet mit ökologischem Essen und Getränken aus der Region. Der Jahresempfang wurde freundlicherweise von den Nürnberger Firmen page one und Kühne + Nagel unterstützt.

 

Daniela Obermeyer

 

eingestellt am 29. Juli 2010 


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