Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly präsentiert im Kreis der Steuerungsgruppe die Urkunde, mit der Nürnberg offiziell als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet wurde. Mission EineWelt ist durch Dr. Jürgen Bergmann (4.v.l.) an der Kampagne beteiligt. Foto: Mission EineWelt/ Daniela Obermeyer

Titel ist Ansporn, nicht das Ziel

Seit vergangenem Samstag darf sich Nürnberg offiziell Fairtrade-Stadt nennen. Damit hat die Steuerungsgruppe „Fairtrade-Town Nürnberg“, in der auch Mission EineWelt vertreten ist, ein erstes wichtiges Ziel zur Stärkung des fairen Handels in der Region erreicht.

 

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly machte beim Überreichen der Urkunde durch den Vorstandsvorsitzenden von TransFair e.V. deutlich, dass der Weg zu mehr fairem Handel mit einem solchen Titel nicht zu Ende, sondern ein Ansporn zum Weitermachen sei. Es reiche nicht, nur faire Produkte anzubieten, man müsse vor allem auch die landwirtschaftlichen Strukturen in den Erzeugerländern stärken, damit diese fair und wenn möglich auch umweltverträglich produzieren können. Hier spielen wiederum bereits seit langem die Kirchen eine große Rolle und würden das auch in Zukunft tun, wie Stadtdekan Michael Bammessel, Repräsentant der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Nürnberg, betonte. „Über unsere Partnerkirchen im Ausland kennen wir die Situation vor Ort und können vermitteln.“

 

Um von TransFair e.V. mit dem Titel ausgezeichnet zu werden, sind verschiedene Kriterien zu erfüllen: So muss es beispielsweise in einer Stadt von der Größe Nürnbergs mindestens 30 gastronomische Betriebe und 61 Geschäfte geben, die Produkte aus dem fairen Handel anbieten. Obwohl diese Zahlen im Moment sogar fast um das Doppelte übertroffen werden, ist laut dem Steuerungsgruppenmitglied Frank Braun von Blue Pingu e. V. noch viel zu tun. Drei Themen stehen dabei in Zukunft im Vordergrund: Das Beschaffungswesen der Kommune soll „fair“ werden, etwa bei der Anschaffung von Dienstbekleidung, die Bildungsarbeit in Schulen wird intensiviert und die breite Öffentlichkeit soll immer wieder mit verschiedenen Aktionen auf den fairen Handel aufmerksam gemacht werden, zum Beispiel über einen Flashmob.

 

Daniela Obermeyer

 

eingestellt am 9. August 2010 


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