Jens Porep von Mission EineWelt erklärt, wie aus der abgeschossenen Patrone einer Panzergranate in Liberia ein Kreuz gemacht wurde. Foto: Mission EineWelt
Jens Porep von Mission EineWelt erklärt, wie aus der abgeschossenen Patrone einer Panzergranate in Liberia ein Kreuz gemacht wurde. Foto: Mission EineWelt

Kinder in Franken helfen Kindern in Liberia

Rasseln, Trommeln, Freundschaftsbänder, marmorierte Kerzen, Ketten und mehr haben Kinder von Siemensmitarbeitern gebastelt, um mit dem Verkauf ein Kinderhilfsprojekt von Mission EineWelt in Liberia zu unterstützen. Der Benefizflohmarkt fand gestern im Rahmen des Ferienprogramms von Siemens im Ohm-Gymnasium in Erlangen statt.

 

Die ganze Woche über hatten die etwa 160 Kinder im Grundschulalter mit ihren Betreuern gebastelt und dazu auch Recyclingmaterialien verwendet – so wie viele ihrer Altersgenossen in Afrika. Und an Kinder in Afrika, genauer gesagt in Liberia, geht auch der Erlös. Fast 500 Euro sind zusammengekommen, mit denen Mission EineWelt das Projekt „Under the Tree“ (UTT) der Partnerkirche in Liberia unterstützt. Hier wird Kindern geholfen, die durch den 14-jährigen Bürgerkrieg in Liberia traumatisiert oder verhaltensauffällig sind. In Begegnung und Spiel mit Anderen lernen sie, fair miteinander umzugehen und Konflikte ohne Gewalt zu lösen – etwa beim gemeinsamen Fußballspielen. „Wir haben den Kindern hier vorher erklärt, wofür das Geld verwendet wird, und sie waren total begeistert“, erklärte Katja Masin vom Kinderhaus Nürnberg e. V., dem Träger der Siemens-Ferienbetreuung.

 

Auch am Info-Stand von Mission EineWelt war der Andrang groß. Viele Kinder wollten wissen, was es mit den Patronenkreuzen auf sich hat, die Jens Porep von Mission EineWelt mitgebracht hatte. Dazu erklärte der Pfarrer: „Ein Projekt wie UTT soll dazu beitragen, dass solche Kreuze nicht mehr hergestellt werden können, weil es immer weniger Material dafür gibt - die abgeschossenen Patronenhülsen.“ Und fügte hinzu: „In einem solchen Projekt spielen Fußball und Sport im Allgemeinen eine große Rolle, weil das gute Mittel sind, um Gewalt zu überwinden.“ Beim anschließenden Vater-Sohn-Fußballturnier nach dem Flohmarkt konnte der Gedanke des fairen Umgangs miteinander dann gleich in die Tat umgesetzt werden.

 

Daniela Obermeyer

 

eingestellt am 13. August 2010 


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