Schon bald werden sich Matthias und Beate Troeger in einem völlig neuen Lebensumfeld befinden. Foto: MEW/Daniela Obermeyer
Schon bald werden sich Matthias und Beate Troeger in einem völlig neuen Lebensumfeld befinden. Foto: MEW/Daniela Obermeyer
In der Jugendarbeit in Papua-Neuguinea gibt es viel zu tun: 50 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Foto: MEW/Bernard Riff
In der Jugendarbeit in Papua-Neuguinea gibt es viel zu tun: 50 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Foto: MEW/Bernard Riff

Ansprechpartner für Jugendliche

Am 3. September beginnt für den Diakon Matthias Troeger offiziell das Abenteuer Papua-Neuguinea. Dann wird er von Mission EineWelt ausgesandt, um die Evangelisch-Lutherische Kirche von Papua-Neuguinea in den nächsten vier Jahren bei der Jugendarbeit zu unterstützen. Begleitet wird der 54-Jährige von seiner Frau Beate.

 

Anfang Oktober wird das Ehepaar in Lae in Papua-Neuguinea eintreffen. In der zweitgrößten Stadt des Landes mit etwa 76.000 Einwohnern befindet sich auch der Sitz der Kirchenleitung. Matthias Troeger wird sich dort zusammen mit einheimischen Mitarbeitern um die städtische Jugendarbeit der Kirche kümmern. Dazu gehört es, geistlicher Ansprechpartner für die Jugendlichen zu sein, für sie Bibel-Camps, Jugendgottesdienste und Ähnliches zu organisieren. Zusätzlich wird er versuchen, sich um praktische Alltagssorgen zu kümmern: Arbeitslosigkeit und soziale Entwurzelung etwa sind gerade im städtischen Umfeld ein großes Problem.

 

Mit jungen Menschen kennt sich Matthias Troeger, geboren im sächsischen Rodewisch, gut aus. Von 1982 bis 1993 war er als Jugenddiakon in Mittweida tätig. Danach trug er als Jugendwart die Verantwortung für die Jugendarbeit im Kirchenbezirk Freiberg. Erste Auslandserfahrungen hat er bei Roma-Angehörigen in Rumänien gesammelt. Zusammen mit seiner Frau Beate, die gelernte Zahnärztin ist, hat er dort mit Jugendlichen gearbeitet. Und warum nun Papua-Neuguinea? Matthias Troeger ist fasziniert von der lebendigen Glaubenskultur in dem armen Land, die mit ihrer tiefen Verankerung in der Gesellschaft und wachsenden Gemeinden so ganz anders ist als im reichen Deutschland. „Ich hoffe, ich kann von dieser Kultur lernen und gleichzeitig auch etwas Positives dazu beitragen“, wünscht sich der Diakon.

 

Die Eheleute sind sich bewusst, dass große Herausforderungen auf sie zukommen, sei es die Sprachbarriere oder die schwierige Aufgabe, einen Zugang zu den Jugendlichen vor Ort zu finden. Hinzu kommt noch die Trennung von Familie, Freunden und der Heimat. Dennoch überwiegt die Freude: „Wir sind schon sehr gespannt auf all das Unbekannte, das uns erwartet, und auch auf die neuen Beziehungen, die wir knüpfen werden“, fasst Beate Troeger zusammen.

 

Daniela Obermeyer

 

eingestellt am 3. September 2010 


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