Die Teilnehmenden der internationalen Konferenz bei Mission EineWelt. Foto: MEW
Die Teilnehmenden der internationalen Konferenz bei Mission EineWelt. Foto: MEW
Prof. Dr. Andrew F. Walls (Mitte) von der Hope University Liverpool eröffnete die Tagung mit einem Vortrag zum Thema „Edinburgh 1910 and the Emergence of World Christianity“. Foto: Augustana
Prof. Dr. Andrew F. Walls (Mitte) von der Hope University Liverpool eröffnete die Tagung mit einem Vortrag zum Thema „Edinburgh 1910 and the cialis for sale Emergence of usa viagra sales World Christianity“. Foto: Augustana

Verschiedene Vorstellungen vom Reich Gottes

„Dein Reich komme“ beten Christinnen und cialis daily Christen weltweit in ihrer Sprache. Doch wie stellen wir uns dieses Reich vor? Und haben wir dieselbe Vorstellung - unabhängig von der kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und generic cialis 20mg gesellschaftlichen Situation, in der wir leben? Mit diesem Thema beschäftigte sich vom 14. bis 17. September eine internationale Konferenz bei Mission EineWelt.

 

In Kooperation mit der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und viagra canadian pharmacy dosage den theologischen Fakultäten in Erlangen und indian cialis Regensburg wurden 45 Theologen und best price for generic cialis Theologinnen aus verschiedenen Ländern der Welt eingeladen. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden, darunter viele ehemalige Promotionsstipendiaten von Mission EineWelt, über ihre „Vision vom Reich Gottes“.

 

Anlass der Tagung war das 100jährige Jubiläum der Weltmissionskonferenz in Edinburgh 1910. Enthusiastisch hatten die dort versammelten Vertreter verschiedener Kirchen und best price lasix Missionsorganisationen einen Plan entwickelt, wie die ganze Welt für das Evangelium gewonnen werden kann. Der erste Weltkrieg aber setzte den hohen Erwartungen der Christen des Nordens ein jähes Ende. Trotzdem ist eingetreten, was die Visionäre von 1910 erhofft hatten: Der christliche Glaube hat sich weltweit ausgebreitet, und die Zahl der Christinnen und Christen nimmt in den Ländern des Südens eher zu als ab. Die verschiedenen Vorstellungen vom Reich Gottes spielten und cialis express delivery spielen hierbei eine wichtige Rolle, was während der Konferenz in Neuendettelsau an mehreren Beispielen deutlich wurde.

 

So schilderte etwa Pfarrer Dr. Martin Habiyakare die Situation in seinem Heimatland Ruanda. Im 19. Jahrhundert verkündeten dort die Missionare aus Europa ein Reich Gottes, in dem alle Menschen gleich sind und online cialis in dem es kein Leid, keinen Hunger und free viagra sample pack keinen Aufruhr mehr gibt. Zur gleichen Zeit aber trieb die koloniale Verwaltung einen Keil zwischen die verschiedenen Volksgruppen und levitra online wiegelte Hutus gegen Tutsis auf. Diese Politik endete im traumatischen Genozid im Jahr 1994, dem über eine Million Menschen zum Opfer fielen. Die Verkündigung des Reiches Gottes war also von vornherein durch die koloniale Politik der Rassentrennung zum Scheitern verurteilt. Erst in jüngerer Zeit gelänge es den Kirchen, durch ihr intensives Engagement in der Trauma- und Versöhnungsarbeit Vertrauen zu schaffen, so Pfarrer Habiyakare. Das Reich Gottes bedeute also, in Frieden miteinander zu leben und cheapest viagra uk Versöhnung statt Trennung zu erfahren.

 

Auf einer ganz anderen Grundlage dagegen steht die Vision vom Reich Gottes in Japan. Der japanische Staat selbst ist das Äquivalent dafür, ließ Ministerpräsident Mori im Mai 2005 verlautbaren. Diese nationalistische Vision vom Reich Gottes sei extrem exklusiv, berichtete Dr. Shinichi Kotabe in Neuendettelsau: Andersglaubende sowie Menschen, die dem Leistungsanspruch der japanischen Wertegemeinschaft nicht entsprächen, etwa Behinderte, würden ausgeschlossen. „Das Reich Gottes zu verkünden“ bedeutet dagegen für Kotabe, den Glauben an die Würde des Menschen unabhängig von ihrer Leistung zu stärken und cheap viagra online mastercard sich für Minderheiten und Marginalisierte einzusetzen.

 

Trotz der unterschiedlichen Vorstellungen vereinten die Beispiele aus Ruanda und Japan sowie aus den anderen Teilnehmerländern Tansania, Malawi, Papua-Neuguinea, Deutschland, Indonesien und Brasilien eine Gemeinsamkeit: Alle Teilnehmenden bestätigten und forderten zugleich, dass die Kirche der Raum ist, in dem Visionen des Reiches Gottes entstehen und gelebt werden können. Die Tagung in Neuendettelsau hat außerdem bestätigt, dass sich die Vision von Edinburgh 1910 zwar erfüllt hat, nur anders als geplant: Die Verkündigung des Reiches Gottes ist keine Einbahnstraße mehr vom Norden in den Süden. Die ehemaligen Stipendiaten von Mission EineWelt bringen ihre Perspektiven aus den Ländern des Südens ins Gespräch und somit neue Impulse, um über das Reich Gottes im Hier und Jetzt nachzudenken.

 

Dr. Claudia Jahnel

 

Eingestellt am 23.9.2010


Pressestelle  Mission EineWelt  Tel. 09874 9-1030   presse(at)mission-einewelt.de