Der Segen der Ahnen und des Wohlstands

Ein Studientag am Samstag, den 23. Oktober bei Mission EineWelt in Neuendettelsau setzt sich mit dem Phänomen der Kargo-Kulte auseinander, die in vielen Kulturen Melanesiens vorherrschen.

 

Melanesien nennt man die pazifischen Inselgruppen nordöstlich von Australien, die von dunkelhäutigen Menschen besiedelt waren oder werden. Seit 90 Jahren versuchen die Menschen aus den dortigen Primärkulturen mittels Kargo-Kult-Aktivitäten zu ergründen, warum „die Anderen“ – also die Weißen – viel besitzen und offensichtlich reich gesegnet sind, während „wir“ außen vor bleiben. Die Kargo-Kulte basieren auf einem kosmischen Harmonieprinzip: „Was die Ahnen uns geben, muss gerecht verteilt sein. Von dem, was wir ihnen geben, muss etwas zurückfließen, quasi zwangsläufig. Ich muss also nur die richtige Methodik zum Erlangen des Kargo beherrschen.“

 

Experten aus dem In- und Ausland nehmen diese Kargo-Kulte während des Studientags in den Blick und setzen sie zu dem als „Wohlstandsevangelium“ (prosperity gospel) bezeichneten Phänomen in Beziehung. Letzteres wird vor allem mit den Pfingstkirchen in Verbindung gebracht, hat aber viel ältere Wurzeln im Protestantismus.

 

Der Studientag wird von Mission EineWelt in Kooperation mit dem Verein Kultur Neuguinea e. V. veranstaltet und steht allen Interessierten offen. Beginn der Veranstaltung ist um 9:30 Uhr, Ende gegen 16 Uhr. Die Kosten betragen 28,50 Euro beziehungsweise 14,25 Euro ermäßigt. Noch bis 22. Oktober kann man sich telefonisch (09874 9-1502) oder per E-Mail (monika.heumann@mission-einewelt.de) anmelden.

 

Daniela Obermeyer
Eingestellt am 18.10.2010


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