Die während des Runden Tisches diskutierten Themen und beschlossenen Projekte bringt die Pazifische Kirchenkonferenz nun in ihre Mitgliedskirchen ein. Foto: MEW
Die während des Runden Tisches diskutierten Themen und beschlossenen Projekte bringt die Pazifische Kirchenkonferenz nun in ihre Mitgliedskirchen ein. Foto: MEW
Das theologische Profil der Pazifischen Kirchenkonferenz zu stärken, ist eines der Anliegen der Partner. Foto: MEW
Das theologische Profil der Pazifischen Kirchenkonferenz zu stärken, ist eines der Anliegen der Partner. Foto: MEW

„New Oceania“: Kirchen im Pazifik stärken ihre Rolle

Mission EineWelt unterstützt die Bestrebungen der Pazifischen Kirchenkonferenz.

 

Die Pazifische Kirchenkonferenz (PCC), eine Art Dachverband der christlichen Kirchen im Pazifikraum, hat gemeinsam mit Übersee-Partnern konkrete Projekte beschlossen, mit denen auf aktuelle Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft in der Region reagiert werden kann. Rund 20 Kirchen, kirchliche Partnerorganisationen – darunter auch Mission EineWelt – und NGOs waren dem Aufruf der PCC gefolgt und trafen sich im September zu einem Runden Tisch in Suva/Fiji unter dem Motto „New Oceania“.

 

Dort haben die Teilnehmenden über die dringlichsten Themen im pazifischen Kirchenraum diskutiert: Menschenrechte, verantwortungsbewusste Regierungsführung, HIV und Aids, Klimawandel, Globalisierung und Handel, Stärkung der Position von Frauen und Jugendlichen sowie theologische Ausbildung und kirchlicher Dialog. Verabschiedet wurde unter anderem ein umfangreiches Programm zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit, das Kirchenmitarbeitende in der professionellen Erstellung und Nutzung von Medien schulen soll. Außerdem wurde vereinbart, den seit zehn Jahren ausgesetzten Runden Tisch künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus zu veranstalten, unter Einbeziehung möglichst vieler nichtpazifischer Partnerorganisationen.

 

Auf diese Weise könne gemeinsam an einer neuen, gestärkten Rolle der pazifischen Kirchen gearbeitet werden, erklärte Dr. Traugott Farnbacher, Referent für Papua-Neuguinea/Pazifik/Ostasien von Mission EineWelt. Als „qualitativ hochwertig, inhaltsstark und zukunftsweisend“ bezeichnete er die Veranstaltung. Es sei ein Durchbruch, dass alle Verantwortlichen gemeinsam an einem Tisch saßen, und zwar nicht in einer Spender-Empfänger-Beziehung, sondern als Solidaritätspartner für die Entwicklung adäquater Visionen für „New Oceania“, so Traugott Farnbacher. Einvernehmen bestehe unter den Partnern, dass vor allem auch an einem klaren theologischen Profil der PCC gearbeitet werden müsse. Dafür gebe es intern bislang noch keine Programmabteilung, erklärte der Referent.

 

In der seit 1961 existierenden Pazifischen Kirchenkonferenz haben sich mehr als 30 Kirchen und kirchliche Organisationen des Pazifikraums zusammengeschlossen. Gemeinsam repräsentieren sie etwa 60 Prozent aller Christinnen und Christen in der Region. Die PCC und zugehörige Einrichtungen, etwa das Pacific Theological College in Suva, werden seit Jahren von Mission EineWelt finanziell und auch personell unterstützt. So ist geplant, einen Theologen für die langfristige Mitarbeit am College in Suva zu entsenden.

 

Daniela Obermeyer
Eingestellt am 27.10.2010


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