Der Präsident der Gemeinschaft Lutherischer Kirchen in Zentralamerika Bischof Medardo Gómez, Landesbischof Johannes Friedrich und Walter Altmann, bis Ende Dezember amtierender Präsident der Lutherischen Kirche Brasiliens, bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.). Foto: ELKB
Der Präsident der Gemeinschaft Lutherischer Kirchen in Zentralamerika Bischof Medardo Gómez, Landesbischof Johannes Friedrich und Walter Altmann, bis Ende Dezember amtierender Präsident der Lutherischen Kirche Brasiliens, bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.). Foto: ELKB

Partnerschaft auf Augenhöhe

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) verlängert die Partnerschaftsverträge mit Lateinamerika.

 

Der hohe Stellenwert der Beziehungen zwischen der ELKB und den lutherischen Kirchen in Brasilien, Costa Rica, El Salvador, Honduras und Nicaragua wurde auf der Herbstsynode der ELKB unterstrichen: Die Partnerschaftsverträge zwischen den Kirchen wurden erneut um mehrere Jahre verlängert. Das Centrum Mission EineWelt, das im Auftrag der bayerischen Landeskirche die Partnerschaftsbeziehungen ins Ausland wahrnimmt, begrüßte die Unterzeichnung der Verträge.

 

Die seit 30 Jahren offiziell existierende Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) und der ELKB wird für weitere zehn Jahre fortgeführt. Die Zusammenarbeit mit den Diasporagemeinden Brasiliens, aus denen 1968 die IECLB hervorgegangen ist, reicht bis ins Jahr 1897 zurück, als der Rothenburger Pfarrer Otto Kuhr zum Dienst unter den Lutheranern nach Brasilien entsandt wurde. Der designierte brasilianische Kirchenpräsident Dr. Nestor Friedrich sieht in der Verlängerung der Verträge ein Zeichen dafür, dass es genügend Themen gebe, die beide Kirchen gemeinsam bearbeiten wollen und müssen. Friedrich nannte als Beispiel den Kampf gegen den Klimawandel, der auch viele Gemeinden in Lateinamerika betreffe. Er betonte zugleich, dass sich beide Seiten um eine hohe Qualität der Partnerschaft bemühen und nicht nur aus historischen Gründen daran festhalten sollten.

 

Auch die Beziehung mit der Gemeinschaft Lutherischer Kirchen in Zentralamerika (CILCA) wurde neu besiegelt. Mit den Kirchen in Costa Rica, El Salvador, Honduras und Nicaragua verbindet die ELKB seit 1995 eine offizielle Partnerschaft, die um fünf Jahre verlängert wurde. Die zum Teil sehr jungen Kirchen, die erst seit 20 bis 40 Jahren bestehen, würden sich dadurch ernst genommen und als Partner auf Augenhöhe fühlen, wie Kirchenvertreterinnen und -vertreter aus Nicaragua und Honduras betonten. Es gebe genug Projekte, die gemeinsam angepackt werden könnten. So erhoffe man sich zum Beispiel Unterstützung bei der Festigung der kirchlichen Identität, was aufgrund der fehlenden lutherischen Tradition schwierig sei, erklärte etwa der Generalsekretär der honduranischen Kirche, Hernán Lopéz.

 

Ebenfalls auf der Herbstsynode um fünf Jahre verlängert wurde der sogenannte Dreiervertrag, der den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen der brasilianischen, den zentralamerikanischen und der bayerischen Kirche regelt.

 

Daniela Obermeyer
Eingestellt am 25.11.2010


Pressestelle  Mission EineWelt  Tel. 09874 9-1030   presse(at)mission-einewelt.de