Der Generalsekretär von ACT Alliance, John Nduna, während seines Besuch bei Mission EineWelt. Foto: MEW
Der Generalsekretär von ACT Alliance, John Nduna, während seines Besuch bei Mission EineWelt. Foto: MEW

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern als starker Partner weltweit

Der Generalsekretär der internationalen kirchlichen Hilfsorganisation ACT Alliance, John Nduna, besuchte Mission EineWelt.

 

John Nduna zeigte sich dabei dankbar für die Unterstützung, die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern weltweit in Kooperation mit ACT leistet. „Action by Churches together“ ist eine Allianz aus 105 protestantischen und orthodoxen Kirchen und kirchlichen Institutionen, die in 140 Ländern im Katastrophenfall Hilfe leistet und langfristige Entwicklungsprojekte vorantreibt. Die bayerische Landeskirche und Mission EineWelt unterstützen die Arbeit von ACT seit Jahren auch finanziell. In Afrika, Asien und Lateinamerika wurde auf diese Weise zahlreichen Partnerkirchen der bayerischen Landeskirche geholfen, etwa in Kenia, China oder El Salvador.

 

Während seines zweitägigen Besuchs am 7. und 8. Dezember in Neuendettelsau informierte sich John Nduna über die Arbeit von Mission EineWelt. Er ließ sich die partnerschaftlichen Beziehungen auf den verschiedenen Ebenen erklären, und besuchte die Ausstellung „einBlick“, welche die Verbindungen der Kirchen in Übersee zur bayerischen Landeskirche und Mission EineWelt beleuchtet. Besprochen wurde mit dem Generalsekretär auch, wie die Beziehungen zwischen Mission EineWelt und ACT Alliance weiter vertieft werden können.

 

Der Völkermord in Ruanda 1994 sei einer der Auslöser gewesen, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Hilfe von Kirchen und kirchlichen Institutionen besser koordiniert und effektiver gemacht werden könne, so John Nduna. Gerade kirchliche Hilfswerke hätten gegenüber anderen Nicht-Regierungs-Organisationen große Vorteile: Strukturen bis in die lokale Ebene hinein und genaue Kenntnis von den regionalen Gegebenheiten. Außerdem würden sie auch weiterhin vor Ort bleiben, nachdem die erste Not gelindert ist, und versuchen, dort nachhaltig zu helfen.

 

ACT Alliance ist laut eigenen Angaben eines der großen humanitären Netzwerke der Welt, mit jährlichen Mitgliedseinnahmen von etwa 1,6 Milliarden Euro. Das Netzwerk mit Hauptsitz in Genf ist im Januar 2010 aus dem Zusammenschluss der beiden Vorgängerorganisationen ACT International und ACT Development hervorgegangen. Der in Sambia geborene John Nduna war seit 2006 Direktor von ACT International, bis er Anfang 2010 zum Generalsekretär der neuen Allianz berufen wurde.

 

Daniela Obermeyer

Eingestellt am 8.12.2010