Die Münchner Band "Palo Santo" sorgt am 29. 1. für Partystimmung.
Die Münchner Band "Palo Santo" sorgt am 29. 1. für Partystimmung.

Musik und Diskussion

 

34. Lateinamerikawoche in der Villa Leon vom 22. bis 30. Januar

 

Musik, Diskussion und Information: Die 34. Lateinamerikawoche widmet sich in diesem Jahr vor allem den Entwicklungen in Brasilien, Mexiko und El Salvador. Aber auch globale Themen wie Klimawandel, Frauenrechte, Freihandel und Landraub werden in der Villa Leon zur Sprache gebracht.

 

Musikalischer Auftakt ist am Samstag, dem 22. Januar, um 20 Uhr mit indianischen und afrobrasilianischen Klängen der Brasilianerin Zélia Fonseca. In der Sonntagsmatinée am 23. Januar um 11 Uhr ist der argentinische Schriftsteller und Menschenrechtler Osvaldo Bayer zu Gast, der seine Heimat bereits auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse vertreten hat. Der Gottesdienst um 18 Uhr dreht sich um „Migration und Integration“. Angesichts der über elf Millionen Menschen, die Lateinamerika seit dem 2. Weltkrieg verlassen haben, und spätestens seit der Sarrazin-Debatte gehe uns das Thema auch in Deutschland aktuell an, so Gisela Voltz, Bildungsreferentin für Entwicklung und Politik bei Mission EineWelt.

 

Von Montag bis Freitag stehen thematische Veranstaltungen auf dem Programm, etwa am 24. Januar Freihandel und Landraub, am 27. Januar Brasilien nach Präsident Lula oder am 28. Januar die Weltfrauenkonferenz in Venezuela. Einhundert Jahre nach der ersten Weltfrauenkonferenz treffen sich Fraueninitiativen und Basisgruppen vom 4. bis 8. März in Caracas, um über ihren Zugang zu Bildung, Kultur und medizinischer Versorgung, über Arbeitsrechte und ihre Rolle bei der technologischen Entwicklung zu diskutieren.

 

Partystimmung dürfte beim musikalischen Abschluss der Münchner Band „Palo Santo“ am 29. Januar ab 21 Uhr garantiert sein. Überdies können kulinarisch Interessierte am Mittwoch, 26. Januar um 18 Uhr das lateinamerikanische Buffet untermalt von brasilianischen Klängen genießen. Am 30. Januar lädt die Lateinamerikawoche zum bunten Kinder- und Familienfest, der „Fiesta Latina“, ein, die unter anderem mit Puppentheater und Mitmachaktionen aufwartet.

 

Zwei unterschiedliche Ausstellungen runden das Wochenprogramm ab: Die Kunstausstellung „Ventanas abiertas – Offene Fenster“ von Douglas Téllez (Nicaragua/Nürnberg) sowie die thematische Ausstellung „abgeerntet – wer ernährt die Welt?“ von Mission EineWelt. Sie informiert auf großflächigen Stellwänden einprägsam über die Zusammenhänge von Hunger, Globalisierung und Landwirtschaft.

 

Das bundesweit einmalige Projekt der Lateinamerikawoche wird getragen von Mission EineWelt, Nürnberger städtischen Institutionen, wie dem Amt für Kultur und Freizeit und dem Bürgerzentrum „Villa Leon“, sowie zahlreichen Vereinen und Initiativen, wie Amnesty International Nürnberg, dem Nürnberger Menschenrechtsverein und der Evangelischen Studierendengemeinde.

 

Im Anschluss an die Lateinamerikawoche zeigen die „Lateinamerika-Filmtage“ vom 3. bis 9. Februar im Filmhauskino/K4 brandneue Filme von 2009/10.

 

 

Das Programm der Lateinamerikawoche und weitere Infos finden Sie unter www.lateinamerikawoche.de

 

Annekathrin Jentsch

eingestellt am 18.1.2011