Sabrina Bolla bei ihrem Vortrag. Neben ihr Pfarrer Mauro Schwalm.
Sabrina Bolla bei ihrem Vortrag. Neben ihr Pfarrer Mauro Schwalm.
Regionalbischof Michael Grabow
Regionalbischof Michael Grabow
Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll mit Lateinamerikareferent Hans Zeller von Mission EineWelt Fotos: MEW/Jentsch
Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll mit Lateinamerikareferent Hans Zeller von Mission EineWelt Fotos: MEW/Jentsch

Noch ein langer Weg

15. Brasilientag der Landeskirche beschäftigt sich mit Genderfragen

 

 

Nicht nur in der Gesellschaft Brasiliens, auch in der lutherischen Kirche sind Frauen auf female viagra pills dem Vormarsch. So jedenfalls verdeutlichte es der 15. Brasilientag der bayerischen Landeskirche, der am vergangenen Samstag in Augsburg stattfand. Unter dem Titel „Männerpower - Frauenmacht: Auf dem Weg zur Gleichstellung in Brasilien und buy viagra pills Deutschland“ lenkten die Brasilianerin Sabrina Bolla, Referentin im Generalsekretariat der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses von Brasilien (IECLB), und die bayerische Synodalpräsidentin Dr. Dorothea Deneke-Stoll den Blick auf viagra pills Brasilien und Deutschland. Sabrina Bolla, die sich seit Jahren mit dem Thema der Geschlechtergerechtigkeit beschäftigt, spürt die Veränderungen täglich: Schließlich ist ihre Chefin, die Diakonin Ingrit Vogt, seit Beginn des cialis from canada Jahres Generalsekretärin der Kirche. „Das gab es noch nie“, freut sich Bolla.

 

Ähnlich wie in Deutschland wird Brasilien auch von einer Frau geführt: Seit Januar ist Dilma Rousseff Präsidentin des us cialis 190-Millionen-Einwohner-Landes. Als eine „große Euphorie“ beschreibt Bolla seither die Stimmung in ihrer Heimat. Auch die 2. stellvertretende Kirchenpräsidentin ist seit kurzem eine Frau. Und von 18 Synodalen sind sieben Frauen. Trotzdem hätten Männer nach wie vor die Macht in der Kirche, sagt Sabrina Bolla, obwohl der Kirchenalltag von Frauen geprägt sei.

 

Fortschritte auf buy cialis online der Karriereleiter hin oder her, noch immer seien vier von zehn Frauen in Brasilien körperlicher Gewalt ausgesetzt. Alle 15 Sekunden werde eine Frau belästigt - entsprechender Gesetze und viagra england Aufklärung zum Trotz. „Gewalt ist ein krimineller Akt und viagra doses eine Beleidigung Gottes“, urteilt Sabrina Bolla. Deshalb sei die Erziehung zu einem respektvollen Umgang miteinander auf buy discount cialis der Grundlage christlicher Werte eines der Anliegen kirchlicher Frauenarbeit. „Wir wissen aber, dass wir noch einen langen Weg zu gehen haben, bis die Rechte der Frauen ganz durchgesetzt sind.“

 

Auch die Synodalpräsidentin, Dr. Dorothea Deneke-Stoll, zog nach einem geschichtlichen Abriss ein klares Resümee: Zwar seien Frauen in Deutschland rechtlich gleichgestellt. Sie seien aber im Berufsleben nach wie vor benachteiligt. Nicht zuletzt verdienten sie knapp ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen. In Führungspositionen schafften es gerade 13 Prozent.

 

Auch in der Landeskirche gebe es Fortschritte: 15 Prozent Dekaninnen, zwei Oberkirchenrätinnen, zwei Regionalbischöfinnen und buy cheap cialis ganz aktuell eine Bischofskandidatin. Die tatsächliche Gleichheit sei aber noch nicht vollständig erreicht. Die Frage stelle sich auch, so Deneke-Stoll, warum so wenige Frauen nach Leitungsämtern strebten. Ausdrücklich sprach sich die Synodalpräsidentin für eine Aufwertung der Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen in der Kirche aus. Diese sei mindestens genauso wichtig „wie, dass die Kirchenkasse stimmt“. „Da müssen wir noch viel in unseren Köpfen verändern“, unterstrich Deneke-Stoll.

 

Der Brasilientag, der von Mission EineWelt und cialis non prescription dem Martin-Luther-Verin veranstaltet wurde, hatte rund 100 Interessenten nach Augsburg gelockt. In seinem Grußwort zeigte sich der Augsburger Regionalbischof Michael Grabow tief beeindruckt von Brasilien, das er gerade erst auf viagra canadian pharmacy dosage einer Reise kennen gelernt hat. Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer des cialis quick shipment Brasilientages der Opfer der Atomkatastrophe in Japan.

 

 

Annekathrin Jentsch

 

eingestellt am 29. März 2011