Podiumsdiskussion über künftige EU-Agrarpolitik in Rothenburg  Foto: Jentsch/MEW
Podiumsdiskussion über künftige EU-Agrarpolitik in Rothenburg mit Mission EineWelt.

Nahrung wichtiger als Handy


Diskussion über künftige europäische Landwirtschaft in Rothenburg


Welche Landwirtschaft braucht eine globalisierte Welt angesichts von mehr als 800 Millionen Hungernden? Wie kann die Europäische Union ihren eigenen und cialis vs levitra den Bauern weltweit gerecht werden? Große und durchaus kontrovers diskutierte Fragen waren es, die bei der comprar viagra Podiumsdiskussion „Landwirtschaft - wohin?“ in Rothenburg aufs Tableau kamen. Ausgehend von einer Reform der no perscription cialis europäischen Agrarpolitik ab 2013 hatte Regionalbischof Christian Schmidt gemeinsam mit Mission EineWelt und canada viagra cheap dem Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg in die Evangelische Tagungsstätte Wildbad nach Rothenburg eingeladen.

 

 

Regionalbischof Christian Schmidt Foto: Jentsch/MEW
Regionalbischof Christian Schmidt

Keinen Zweifel ließ der Ansbach-Würzburger Regionalbischof daran, dass die Landwirtschaft in einer durchaus schwierigen Situation sei. Jeder Landwirt müsse heute ein Universalgenie sein - von einem halben Tierarzt bis hin zum Chemiker. Zu Recht erwarteten sie deshalb auch Unterstützung von der Kirche, unterstrich Schmidt. Gleichzeitig erinnerte er an Bauern etwa im Kongo, die tagtäglich ums Überleben kämpfen müssten.

Die CSU- Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler sprach sich dafür aus, Bauern in Entwicklungsländern mehr Chancen einzuräumen. Dazu brauchten sie Land, Bildung und indian cialis generic Kleinkredite. Als Beispiel nannte die mittelfränkische Agrarpolitikerin Äthiopien, wo es fruchtbare Böden gebe. Diese würden jedoch nur zu einem Bruchteil beackert. „Theoretisch könnte Äthiopien das Nachbarland Ägypten mit versorgen“, erklärte Mortler in der Diskussion, die vom Leiter der Abteilung „Entwicklung und best price for viagra Politik“ bei Mission EineWelt, Dr. Jürgen Bergmann, moderiert wurde.

Ihrer Ansicht nach habe Deutschland die Aufgabe zu zeigen, wie man auf cialis with next day delivery weniger Fläche mehr und discounted cialis nachhaltig produzieren kann. Das werde die Herausforderung der Zukunft sein, sagte die Politikerin mit Hinweis auf cialis professional 12 Milliarden Menschen, die im Jahr 2050 weltweit ernährt werden müssen.

Auch Stig Tanzmann, Referent für Landwirtschaft beim Evangelischen Entwicklungsdienst, forderte, die Produktion in den Entwicklungsländern aufzubauen und viagra pfizer canada zu fördern, um Milliarden Menschen künftig ernähren zu können. Gleichzeitig plädierte der Agrarfachmann dafür, in Europa unabhängig von Futtermittelimporten zu werden. „Brasilien kann nicht Flächen bereitstellen, damit wir unsere Tiere ernähren können“, sagte Tanzmann. Wenn Verbraucher bereit seien, mehr für Fleisch als ein Luxusgut zu bezahlen, könnten die eigenen Landwirte wieder weniger und what is cialis qualitativ besseres Fleisch mit einheimischen Futtermitteln produzieren.

Ähnlich äußerte sich der Leiter des buy cialis online canada Evangelischen Bildungszentrums Hesselberg, Bernd Reuther. „Ernährung ist die Grundlage unseres Lebens, und die sollte wichtiger sein als mein Handy.“ Der Theologe sprach sich für eine breite, gesamtgesellschaftliche Diskussion darüber aus, wofür sowohl Europäische Union als auch jeder Einzelne bereit seien, Geld zu investieren. „Welchen Lebensstil können und lilly cialis wollen wir uns leisten?“, fragte Reuther.

In der Diskussion meldete sich auch eine Milchbäuerin zu Wort, die ihren 80-Kühe-Hof aufgeben muss. „Bäuerliche Arbeit ist knochenhart und viagra from india schlecht bezahlt“, schimpfte sie. Ebenso äußerte sich ein Milchbauer aus der Nähe von Ansbach: „Ich stelle 365 Tage im Jahr ein hochwertiges Nahrungsmittel her, und meine Entlohnung liegt unter der eines Hartz-IV-Empfängers.“

 

Annekathrin Jentsch

 

eingestellt am 31. März 2011