Raphael Quandt mit seiner Frau Damaris Zijlstra. Foto: Jentsch/Mission EineWelt
Raphael Quandt mit seiner Frau Damaris Zijlstra.
Regionalbischof Stefan Ark-Nitsche bei der Segnung von Raphael Quandt. Foto: Jentsch/Mission EineWelt
Regionalbischof Stefan Ark-Nitsche bei der Segnung von Raphael Quandt. 3.v.re. Dr. Jürgen Bergmann von Mission EineWelt

Zurück nach Lateinamerika

Raphael Quandt wurde in Nürnberg ordiniert und ausgesandt

 

 

Seine Voraussetzungen qualifizieren ihn hervorragend für die künftige Tätigkeit als Gemeindepfarrer in Chile. Raphael Quandt, der am 3. April ordiniert und für drei Jahre über Mission EineWelt nach San Bernardo in der Nähe der Hauptstadt Santiago ausgesandt wurde, spricht fließend Spanisch, ist mit einer gebürtigen Argentinierin verheiratet und arbeitete bereits ein Jahr in einem Sozialprojekt in Uruguay.

 

In den vergangenen 30 Monaten war Quandt, der aus Norddeutschland stammt und als Jugendlicher nach Bayern kam, Vikar in der Nürnberger Melanchthongemeinde (Ziegelstein). Dort wurde er jetzt vom Nürnberger Regionalbischof Dr. Stefan Ark-Nitsche ordiniert und vom Lateinamerikareferenten von Mission EineWelt, Hans Zeller, ausgesandt.

 

In seiner Predigt erinnerte Ark-Nitsche an die Berufung des Propheten Jeremia und dessen lebenslange Selbstzweifel um seinen Auftrag. „Wie wird eine Idee, ein Satz, eine Geste zu Gottes Wort“, fragte der Nürnberger Bischof mit Blick auf den jungen Pfarrer, der „auf der Kanzel oder anderswo immer stellvertretend für Gott spricht“. Gleichzeitig fügte er aber hinzu: „Wir haben es nicht in der Hand, dass das, was wir sagen, zum befreienden Wort wird.“

 

Lateinamerikareferent Hans Zeller wünschte dem Ehepaar Quandt-Zijlstra, den Dienst in Chile mit all den vielfältigen Aufgaben, aber auch Belastungen zu meistern. Raphael Quandt wird seine Arbeit Mitte Mai beginnen. Mit ihm ist seit zehn Jahren wieder ein bayerischer Pfarrer in Chile. Seine Frau Damaris Zijlstra, Rechtsanwältin und Übersetzerin, wird in der Menschenrechtsarbeit tätig sein.

 

Annekathrin Jentsch

 

eingestellt am 6. April 2011