Gegenseitiger Respekt als Grundlage der Arbeit

Australische Delegation von 25 Rektoren und cialis kanada Studienräte berichtete bei Begegnungsabend in Neuendettelsau 

 

Neville Doecke ist Studentenpfarrer am Yirara College in Alice Springs, mitten im trockenen Inneren von Australien. Hier lebt noch eine Vielzahl von australischen Ureinwohnern, die Aborigines, denn nahe der Stadt Alice Springs befindet sich der „Ayers Rock“, eine heilige Stätte für die ersten Bewohner dieses großen Kontinents im Pazifischen Ozean.

 

Doecke leitet eine Schule in Trägerschaft der „Lutheran Church of buy cialis once daily Australia“ (LCA), der Partnerkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Bayern. 114 dieser christlichen Schulen gibt es im ganzen Land, doch das Yirara College ist das einzige Internat mit reiner Aborigine-Schülerschaft. 180 Schüler aus 40 Aborigine-Stämmen leben und buy viagra sydney lernen in der Kleinstadt mit ihren nur 26.000 Einwohnern. Nevilles 80 Kollegen an der Schule stehen vor großen Herausforderungen. Viele Schüler kommen aus dem „Outback“, wo wenig Regen fällt und how to buy cialis Wasser zur Körperpflege rar ist. „Wenn die Schüler am ersten Tag in unsere Schule kommen, müssen wir sie zunächst duschen und cialis no prescription ihnen saubere Kleidung, unsere Schuluniform, geben“, berichtet der engagierte Pädagoge.

 

Die Schüler kommen erst im Alter von 12 Jahren in das Internat, viele haben eine mehr als 1.000 Kilometer weite Anreise hinter sich. Für ihre Fahrt, das Schulgeld, Unterkunft und cialis generic Verpflegung müssen die Aborigines nichts zahlen, alle Kosten trägt die Regierung. „Bei uns gibt es jeden Morgen eine Andacht in Englisch und women viagra in zwei Aborigine-Sprachen,“ erzählt Neville. „Wir versuchen, die traditionelle Kultur der Aborigines in Einklang zu bringen mit den christlichen, britisch geprägten Werten unserer Schule“, schildert der Studentenpfarrer die Schwierigkeiten. „Für die jungen Leute ist es schwer, sich in beiden Welten orientieren zu müssen. Das Herausgerissenwerden aus den engen verwandtschaftlichen Bindungen in den dörflichen Gemeinschaften der Aborigines ist sehr belastend für die Teenager“, so Neville weiter.

 

„Das Wichtigste ist der gegenseitige Respekt“, meint auch Robert Fysh, seit sechs Jahren Rektor des „Peace Lutheran College“ in der Stadt Cairns an der Nordostküste von Australien. Nur 9 Prozent seiner Schülerschaft sind „Indigenous people“. So bezeichnen die Australier Menschen aus Papua-Neuguinea, den Torres Strait Inseln und cheap cialis overnight no prescription eben die Aborigines. „Ein Großteil unserer Schüler kommt aus der australischen Oberschicht. Bei uns treffen Schüler aus einem Elternhaus mit Bediensteten, Swimmingpool und cialis price mehreren Autos auf Schüler, die in Armut unter schwierigsten Bedingungen leben“, schildert Fysh den Alltag an seiner Schule. Viele Indigene haben Alkohol- und Drogenprobleme, sie wurden in ihrer Kindheit missbraucht und dr generic cialis price compare haben kein stabiles Elternhaus. Eine Auflösung der starken Gegensätze sieht Fysh in der religiösen Erziehung. „Die frohe Botschaft von Jesus Christus zu überbringen, das ist unsere Mission und what is better viagra or levitra Aufgabe unserer Schule. Und für Christus spielt es keine Rolle, woher die Menschen kommen“, zeigt sich Fysh überzeugt.

 

Vor wiederum anderen Problemen steht Rektorin Diane Eckermann. Sie leitet das St. Martins Lutheran College in Mount Gambier an der Südküste. Von ihren 500 Schülern sind nur 3 Prozent Indigene. „Die Aborigines in unserer Gegend sind Ende des 19. Jahrhunderts von eingewanderten europäischen Siedlern vertrieben worden“, berichtet Eckermann. Das Land rund um Mount Gambier ist fruchtbar, es gilt auch heute noch als die Kornkammer Australiens. „Bei uns steht die Versöhnung im Mittelpunkt unserer Arbeit“. Wie gut die Verständigung zwischen Aborigines und „weißen“ Australiern gelingen kann, zeigt das Beispiel der Karen, einer aus Birma vertriebenen ethnischen Minderheit. 300 dieser Flüchtlinge hat die Stadt aufgenommen. Alle helfen zusammen, um den Flüchtlingskindern den Schulbesuch in St. Martins zu ermöglichen, erklärt Eckermann. „Der Höhepunkt ist dann unser jährliches interkulturelles Fest, bei dem die Schüler ihre Herkunftskultur vorstellen“´. Dann geht es bunt und lustig zu und zumindest an diesem Tag ist nichts von den Vorurteilen zu spüren, die viele Australier noch gegenüber den Indigenen haben“, erklärt Eckermann.

 

Die 25 Rektoren und Studienräte der Lutheran Church of Australia haben in den vergangenen 14 Tagen eine Studienreise auf den Spuren Luthers unternommen. Sie besuchten neben den Lutherstädten Wittenberg und Erfurt auch die Hauptstadt Berlin. Bei Mission EineWelt stellten sie nun im Rahmen von „begegnen und bewegen“ die Arbeit an den LCA-Schulen in Australien vor. Der Abend stand unter dem Motto „Holiness of over the counter viagra land and pfizer viagra 50 mg online life- Coexistence of buy real viagra from canada cultures“. Rund 60 Interessierte erfuhren in vier Vorträgen viel über die Herausforderungen und Chancen des Lebens und Lernens in einem multikulturellen Kontext.

 

Mit der LCA ist die Landeskirche von Bayern über ihr Partnerschaftszentrum seit vielen Jahren partnerschaftlich verbunden. Von den rund 20 Millionen Australiern gehören nur 70.000 der lutherischen Kirche an. Die meisten Lutheraner sind Nachkommen der Ende des 18. Jahrhunderts nach Australien eingewanderten deutschen Siedler.

 

Julia Ratzmann

eingestellt am 29. Juli 2011