Andacht am Grab von Christian Keyßer mit Direktor Peter Weigand (links) und dem Referenten für Papua-Neuguinea, Pazifik, Ostasien, Dr. Traugott Farnbacher (rechts). Foto: Neuschwander-Lutz/Mission EineWelt
Verlagsleiter Martin Backhouse (rechts) und der Herausgeber Gernot Fugmann stellen das gerade erschienene Buch über Christian Keyßer vor. Foto: Neuschwander-Lutz/Mission EineWelt
Christian Keyßer. Foto: Mission EineWelt/Archiv
Buchcover „Christian Keyßer – Mission im Leben der Menschen“

Ein Visionär der Neuguinea-Mission

Gedenkveranstaltung zum 50. Todestag von Christian Keyßer

 

Mit einer Andacht auf dem Dorffriedhof von Neuendettelsau und einer Buchvorstellung wurde am Mittwoch an den Pioniermissionar Christian Keyßer gedacht, der vor 50 Jahren starb. Keyßer wurde bei der Gedenkveranstaltung als einer der großen Visionäre der Missionsarbeit in Papua-Neuguinea gewürdigt. Der nicht unumstrittene Missionar hatte sich im damaligen Neuguinea für die Erhaltung der dortigen Volksgemeinschaften und für ein lebendiges und mündiges Gemeindeleben eingesetzt und hatte damit die dann folgende Missionsarbeit nachdrücklich beeinflusst.

 

Der im oberfränkischen Geroldsgrün geborene Theologe verstand sich nach Worten von Dr. Traugott Farnbacher, Referent für Papua-Neuguinea, Pazifik, Ostasien bei Mission EineWelt, zuerst als Schüler der Kultur und Menschen in dem südpazifischen Inselstaat, wo er mehr als 20 Jahre gelebt und gearbeitet hat. „Er war Schüler und Lehrer zugleich“, so Farnbacher, er sei Sprachforscher, Liederdichter und Theologe gewesen. Seine Arbeit habe eine regelrechte Christianisierungswelle ausgelöst.

 

Nach seiner Rückkehr im Jahr 1920 war Keyßer als Missionsinspektor und Lehrer am Missionsseminar in Neuendettelsau tätig gewesen. Die heute mehr als eine Million Christen zählende Evangelisch-Lutherische Kirche von Papua-Neuguinea gehe mit auf die Arbeit dieses Mannes zurück, der von einer großen Vision getrieben worden sei, so der Direktor von Mission EineWelt, Pfarrer Peter Weigand.

 

Keyßer starb am 14. Dezember 1961 in Folge eines Verkehrsunfalls in Neuendettelsau. Sein 50. Todestag war auch Anlass, über diese prägende Gestalt der Neuendettelsauer Mission in Papua-Neuguinea ein Buch mit dem Titel „Christian Keyßer – Mission im Leben der Menschen“ herausgegeben. Das Buch beleuchtet das Leben Keyßers und beinhaltet erstmals auch Briefe des Pioniers.

 

Das 224-seitige Buch „Christian Keyßer – Mission im Leben der Menschen“ ist im Erlanger Verlag für Mission und Ökumene erschienen und kostet 15 Euro (ISBN 978-3-87214-533-8).

 

Helge Neuschwander-Lutz

eingestellt am 15. Dezember 2011

 

Die ausführliche Würdigung des Lebens und Wirkens von Christian Keyßer durch Dr. Traugott Farnbacher können Sie hier nachlesen.