Mosambik

 

 

Geschichte Mosambiks

Datierung

Politische Geschichte

2.-3. Jh.
n. Chr.

Bantuvölker besiedeln von Zentralwestafrika her das Gebiet

8.-9. Jh.

Araber gründen Handelsplätze, "Muzambases" genannt, woher vermutlich der Name Mosambik kommt, darunter Sofala, Quelimane und Mosambik

10.-15. Jh.

Handel mit Gold, Eisen, Elfenbein, Sklaven bis nach Indien und China

11. Jh.

Shona-Königreich entsteht zwischen Limpopo und dem Sambesi-Fluss

1498

der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama erreicht die Inselstadt Mosambik an der nördlichen Küste

ab 1508

Portugiesen erobern arabische Handelsplätze, Beginn der portugiesischen Kolonisierung

16.-17 Jh.

Portugiesen dringen ins Landesinnere vor, Errichtung von Handelsstationen und Bergwerken, zur Machtsicherung wird Land als Erblehen des portugiesischen Königs an europäische Siedler verteilt

1752

Mosambik wird portugiesische Kolonie (selbstständiges Generalgouvernement)

18.-19. Jh.

Hauptumschlagplatz des Sklavenhandels

1842

Portugal verbietet offiziell den Sklavenhandel

19. Jh.

durch die Arbeit von Missionaren sowie Expeditionen erwerben Portugiesen bessere Kenntnisse des Hinterlandes

1878

Portugal vergibt große Landstriche an Handelskompanien

1891

Portugal und England legen Mosambiks westliche und südliche Grenzen fest, Portugal festigt politischen Einfluss in Mosambik

1907

Lourenco Marques wird koloniale Hauptstadt

1914-18

portugiesische Truppen beteiligen sich am Kampf gegen deutsche Schutztruppen in Deutsch-Ostafrika

1932

Mosambik wird als Kolonie direkt der Herrschaft Portugals unterstellt

1951

Status einer portugiesischen Überseeprovinz für Mosambik

50-60er Jahre

koloniale Wirtschaft boomt, Tausende neuer Siedler aus Portugal kommen ins Land

1962 

Befreiungsbewegung FRELIMO (Frente da Libertação de Moçambique) wird unter Führung von Eduardo Mondlane in Tansania gegründet

1964

Beginn des Befreiungskampfes unter FRELIMO, zunehmende Guerillaaktionen

1972

Status eines "selbst bestimmenden Staates" unter Portugal

1974

nach portugiesischem Putsch (April) Ende des Kolonialkrieges, Abkommen von Lusaka (7. Sept.) bereitet Unabhängigkeit vor, Übergangsregierung unter Joaquim Chissano, 250.000 Portugiesen verlassen Mosambik

25. Juni 1975

Unabhängigkeit von Portugal, Präsident Samora Machel, Einparteiensystem unter FRELIMO

1976 

Umbenennung der Hauptstadt Lourenco Marques in Maputo

1976

RENAMO (Resistência Nacional de Moçambique), eine FRELIMO-Widerstandsgruppe, wird von weißen rhodesischen Offizieren aufgestellt, Beginn des 16-jährigen Bürgerkrieges zwischen FRELIMO und RENAMO, die von Rhodesien unterstützt wird

1977

III. Parteikongress der FRELIMO beschließt Marxismus-Leninismus als Staatsideologie

1980

nach Zusammenbruch Rhodesiens wird RENAMO von Südafrika unterstützt

1986

Präsident Machel kommt bei Flugzeugabsturz ums Leben, Außenminister Chissano wird neuer Staatspräsident

1989

V. Parteikongress der FRELIMO beschließt Abschaffung des Marxismus-Leninismus

1990

liberale Verfassung mit Mehrparteiensystem, Friedensverhandlungen zwischen Regierung und RENAMO unter Vermittlung der ökumenischen Gemeinschaft Sant' Egidio

4. Oktober 1992

Friedensabkommen zwischen Präsident Chissano und RENAMO-Chef Dhaklama in Rom unterzeichnet

Ende Oktober 1994

erste Präsidentschafts- und Parlamentswahlen mit UN-Wahlbeobachtern, Amtsinhaber Chissano wiedergewählt

1995

Mosambik wird Mitglied des Commonwealth

Dezember 1999

zweite Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, Wiederwahl von Präsident Chissano

Februar 2000

Süden des Landes wird von Flutwelle zerstört, Tausende Flüchtlinge

März 2001

Flutwelle im Tal des Sambesi, 70.000 Flüchtlinge

18. Juni 2002

FRELIMO wählt Armando Guebuza als neuen Parteichef, Chissano tritt nach 16 Amtsjahren zurück

4. Juli 2002

Brasilien, Frankreich, Japan, Portugal, Schweden und Spanien erlassen Mosambik alle Schulden

Dezember 2004

Armando Guebuza von der Regierungspartei FRELIMO gewinnt die Präsidentenwahl

April 2006

Mit Horst Köhler besucht erstmals ein deutscher Bundespräsident Mosambik

 

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