Nicht die Erde hat sie verschluckt.

Deutsche und deutschstämmige Opfer der argentinischen Militärdiktatur von 1976 - 1983

Die Militärdiktatur, die Argentinien zwischen 1976 und 1983 regierte, führte den brutalsten Krieg der argentinischen Geschichte gegen die eigene Bevölkerung: Wehrlose Menschen wurden entführt, gefoltert, ermordet, terrorisiert oder sie verschwanden. Von dem kriegerischen Wahn der Streitkräfte waren nicht nur Tausende argentinischer Familien betroffen, sondern auch andere lateinamerikanische und europäische. Unter den 30.000 Opfern befinden sich 500 Menschen spanischer, italienischer, deutscher, französischer oder anderer Herkunft, wegen denen zurzeit Strafprozesse in Europa angestrengt werden.

 

Inhalt:

Die Ausstellung beschäftigt sich, ausgehend von den Nürnberger Prozessen gegen die Nazi-Schergen, mit der Entwicklung des internationalen Völkerstrafrechts angesichts massiver Menschenrechtsverletzungen und Völkermord bis hin zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Im Zentrum stehen die Menschenrechtsverletzungen und das Verschwindenlassen von Oppositionellen zur Zeit der argentinischen Militärdiktatur, die anhand von persönlichen Schicksalen besonders deutschstämmiger und jüdischer Opfer erläutert werden.  Des Weiteren wird auf die zweifelhafte Rolle von Mercedes Benz während der Militärdiktatur in Argentinien eingegangen sowie auf Entwicklung und Stand der juristischen Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen in Argentinien und Deutschland als auch auf die Arbeit der Koalition gegen Straflosigkeit.

 

Umfang der Ausstellung:

Die Ausstellung besteht aus 23 Tafeln A 1 (60x85 cm) mit Texten und Bildern (s/w). Die Tafeln sind mit Kunststoff beschichtet (laminiert) und zum Aufhängen gedacht.


(Auf Wunsch können Postkarten für eine konkrete Aktion im Fall Käsemann mitgeliefert werden.)

 

Zielgruppen:

Jugend- und Erwachsenenarbeit, Projektwochen, Aktionstage, Gemeindefeste, Weltladenfeste, Menschenrechtsarbeit u.a.

 

Kosten:

Leihgebühr: 25,- Euro pro Woche, zzgl. der Transportkosten für den Hin- und Rücktransport der Ausstellung mit dem Deutschen Paketdienst DPD. Nach vorheriger Absprache kann die Ausstellung auch direkt bei uns abgeholt werden.