Fußball und Menschenrechte

 

Im Jahr der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 jährte sich der blutige Militärputsch in Argentinien zum 30. Mal. Nach fast drei Jahrzehnten sind die Wunden der überlebenden Opfer der Diktatur und ihrer Angehörigen noch nicht geheilt.

Die argentinischen Militärs wollten mit der Fußballweltmeisterschaft 1978 der Welt zeigen, was Argentinien könne, und wie es in Argentinien "wirklich" aussähe. Die Welt war 1978 nach Argentinien gekommen, um "friedlich" Fußball zu spielen. Doch in der Hauptstadt Buenos Aires lagen die Folterzentren nur wenige hundert Meter von den Fußballstadien entfernt. Ehemalige Gefangene berichteten später von den lauten Rufen der Fußball-Fans, die sie bis in ihre Verliese hören konnten.

 

Inhalt:

Die Ausstellung zeigt, wie die argentinische Militärdiktatur die Fußball-WM 1978 in ihrem Land dazu nutzte, international in gutem Licht zu erscheinen. Trotz entsprechender Forderungen von Menschenrechtsorganisationen hatten sich damals weder der Deutsche Fußballverband noch die deutsche Bundesregierung kritisch zu den schweren Menschenrechtsverletzungen der argentinischen Militärjunta geäußert, was anhand von persönlichen Opferschicksalen verdeutlicht wird. Des Weiteren wird auf den Stand der juristischen Aufarbeitung sowie die Arbeit der Koalition gegen Straflosigkeit  eingegangen.

 

Umfang der Ausstellung:

Die Ausstellung besteht aus 11 Tafeln A1 (60 x 85 cm) mit Texten und Bildern, welche jeweils mit Kunststoff beschichtet (laminiert) sind.

 

Zielgruppen:

Jugend- und Erwachsenenarbeit, Projektwochen, Aktionstage, Gemeindefeste, Weltladenfeste, Menschenrechtsarbeit u.a.

 

Kosten:

Leihgebühr: 25,- Euro für 2 Wochen und 10,- Euro für jede weitere Woche, zzgl. der Transportkosten für den Hin- und Rücktransport der Ausstellung mit dem Deutschen Paketdienst DPD. Nach vorheriger Absprache kann die Ausstellung auch direkt bei uns abgeholt werden.

Ausstellung zum download

kleinAusstellung_Fussball__1_.pdf