Uruguay

Unsere Partnerkirche in Brasilien

Evangelische Kirche am Río de la Plata (IERP)

 

Struktur

Die Gemeinden der Evangelischen Kirche am Rio de la Plata (Iglesia Evangélica del Río de la Plata, IERP) sind nahezu über das gesamte Territorium von Argentinien, Paraguay und Uruguay verstreut. Die nördlichsten Gemeinden (Nueva Germania und Katueté in Paraguay) und die südlichste (Rio Negro Neuquén in Argentinien) sind über 3.000 km voneinander entfernt. In Ost-West-Richtung sind Montevideo (Uruguay) und Mendoza (Westargentinien) 1.500 km voneinander entfernt. Fünf der sieben Distrikte befinden sich in Argentinien. Jeder Distrikt wählt einen Distriktpräsidenten. Höchstes Organ ist die Asamblea General, die über die Richtlinien der kirchlichen Arbeit, die Satzung, interne Vorschriften und Regelungen sowie ökumenische Beziehungen entscheidet. Uruguay bildet einen eigenen Distrikt mit Pfarrsitzen in Montevideo, Nueva Helvecia und Paysandú.

Kirchenpräsident

Federico H. Schäfer

Statistik

Gesamtmitgliederzahl: 25.200 (70 % in Argentinien)

  • Pfarrer: k.A.
  • Gemeinden: 42
  • Predigtstellen: 206

Schwerpunkte/Arbeitsfelder

Die IERP ist eine Kirche der Ökumene. Sie beteiligt sich an verschiedenen diakonischen und sozialen ökumenischen Einrichtungen, beispielsweise die argentinische Kommission für Flüchtlinge (CAREF), die Ökumenische Menschenrechtsbewegung (MEDH) und die ökumenische Kirchliche Hochschule (ISEDET). Obwohl eine kleine Kirche, führt die IERP in Argentinien, Uruguay und Paraguay insgesamt 38 diakonische Projekte durch, die allen Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, Geschlechts oder Glaubens offen stehen.

  • Zentren für landwirtschaftliche Weiterbildung
  • Krankenhäuser und Gesundheitszentren
  • Arbeit mit indigenen Völkern
  • Seniorenheime
  • Mutter-Kind-Zentren
  • Kindergärten
  • Projekte zur Stadtentwicklung
  • Suppenküchen

Geschichte

  • 19./20. Jh.: Auswanderung von Aussiedlern aus deutschsprachigen Gebieten Europas - Deutschland, Schweiz, Österreich, Wolgaregion und Bessarabien nach Argentinien, Paraguay und Uruguay. Sie brachten ihre Bräuche und ihren evangelischen Glauben mit und gründeten Schulen und evangelische Gemeinden
  • 1843: Gründung der "Congregación Evangélica Alemana" in Buenos Aires, der ersten deutschsprachigen Gemeinde im Bereich des Río de la Plata. August Ludwig Siegel wird als erster Pfarrer von der Preußischen Evangelischen Kirche entsandt. In der Folgezeit entstehen weitere Gemeinden in Argentinien sowie Uruguay und Paraguay (Asunción und Montevideo)
  • 1899: Versammlung der verschiedenen deutschsprachigen evangelischen Kirchengemeinden, um die "Deutsche Evangelische La Plata Synode zu gründen. Diese schloss sich 1934 formal der Deutschen Evangelischen Kirche an
  • 1965: Aus der "Deutschen La Plata Synode" wird die "Iglesia Evangélica del Río de la Plata" (IERP). Aufgrund einer größeren Unabhängigkeit und einer stärkeren Verwurzelung in der Region des Plata eröffnete sich damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Kirche.

Perspektiven:

Weiteres Engagement in der diakonischen Arbeit, beispielsweise in der Ökumenischen Menschenrechtsbewegung MEDH.

Nach Jahren systematischer diakonisch-missionarischer Arbeit und Konsolidierung der verschiedenen Aktivitäten wird nun in den Projekten eine Vertiefung der Strategien gesucht, die dem Aufbau partizipativer und selbstständig waltender Gemeinden dienen soll.

Adresse:

Iglesia Evangélica del Río de la Plata (IERP)
Mariscal Sucre 2855, 3° piso
C1428 DVY  Buenos Aires
Argentinien
Telefon: 00504 / 11 4787 04 36
Telefax: 00504 / 11 4787 04 36
E-Mail: presidente(at)ierp.org.ar
Internet: www.iglesiaevangelica.org