Chile

Geschichte Chiles

Datum

Geschichte

11.000 v. Chr.

Erste Einwanderung von Norden her.

1470

Inkas stoßen bis zum Río Maule vor und drängen die einheimischen Mapuche zurück.

1536

Spanische Delegation unter Diego de Almagro dringt bis nach Zentralchile vor, ohne es dauerhaft in Besitz zu nehmen.

1541

Der "Conquistador" Pedro de Valdivia gründet Santiago.

1609

Die Provinz Chile wird zum Generalkapitanat erhoben.

1810-1818

Unabhängigkeitskampf unter Bernardo O´Higgins.

12.02.1818

Unabhängigkeitserklärung und republikanische Verfassung; autoritäre und liberale Regierungen wechseln in rascher Folge.

Ende 19. Jh.

Wirtschaftlicher Aufschwung; Salpeterboom verschafft Chile vorübergehend eine wirtschaftliche Monopolstellung.

1879-1884

Siegreicher Pazifikkrieg gegen Peru und Bolivien.

60er Jahre

Gesellschaftlicher und sozialer Wandel: Der christdemokratische Präsident Eduardo Frei Montalva leitet tiefgreifende soziale Reformen ein: Enteignung großer Latifundien; Teilnationalisierung des Kupferbergbaus.

1970-1973

Polarisierung der chilenischen Gesellschaft, die sich durch den Sieg von Salvador Allende (Unidad Popular) bei den Präsidentschaftswahlen zuspitzt. Allende verstaatlicht die Schlüsselindustrien, Banken und Versicherungen. Abrupte und massive Umgestaltung Chiles in Richtung einer sozialistischen Gesellschaft stößt auf inneren (fehlende parlamentarische Mehrheit) und äußeren Widerstand (vor allem US-Konzerne); zahlreiche Streiks und Versorgungsengpässe.

11.09.1973

Putsch der Streitkräfte, in dessen Verlauf der Sitz des Präsidenten gestürmt wird und Staatspräsident Allende stirbt. Aus dem Kreis einer Militärjunta geht General Augusto Pinochet als Chef und Ende 1974 als neuer Staatspräsident hervor. Pinochet regiert nach innen mit eiserner Faust: politisch Andersdenkende werden verfolgt, Tausende von der Geheimpolizei gefoltert und ins Exil getrieben, über 3.000 Oppositionelle werden ermordet oder verschwinden. Pinochet implementierte ein konsequent liberales Wirtschaftsmodell: Reprivatisierung, Streichung staatlicher Subventionen, Öffnung der Grenzen, freie Konvertierbarkeit des Pesos.

Beginn der 80er Jahre

Erarbeitung einer neuen Verfassung, die über das Ende der Militärherrschaft hinaus die innere Stabilität des Landes sicherstellen und die Demokratie beschränken soll.

Oktober 1988

Unter innerem und äußerem Druck konzediert Pinochet schließlich ein Referendum über die Verlängerung seiner Amtszeit um weitere 8 Jahre, die von der Mehrheit der Wähler abgelehnt wird.

1990-1994

Präsident Aylwin gelingt es, in seiner 4-jährigen Amtszeit die Grundlagen für Aussöhnung und Stabilität zu schaffen.

1994-2000

Präsident Frei modernisiert Staat und Verwaltung, die Altersversorgung sowie das Gesundheits- und Erziehungswesen. Das solide Wirtschaftswachstum - im Durchschnitt ca. 7 % - erlaubt darüber hinaus eine kontinuierliche qualitative Verbesserung der Infrastruktur des Landes (Straßen, Schienen, Häfen und Flughäfen).

17.12.1997

Chile wird assoziiertes Mitglied des Mercosur.

Okt. 1998

Verhaftung Pinochets in Großbritannien.

11.03.2006

Amtseinführung von Michelle Bachelet, der 1. Frau als Präsidentin der Republik Chile.

10.12.2006

Ex-Diktator Pinochet stirbt im Alter von 91 Jahren in Santiago.

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