Costa Rica

Geschichte Costa Ricas

Datum

Geschichte

9000 v. Chr.

Erste archäologische Funde.

800-1200

Einwanderer aus dem mittelamerikanischen Norden (Nahuatl-Stämme) und indigene Gruppen aus dem nördlichen Südamerika (Chibcha-Stämme) besiedeln Costa Rica.

18.09.1502

"Entdeckung" Costa Ricas: Kolumbus landet auf seiner 4. Reise an der Atlantikküste; wegen irrtümlich hier vermuteter reicher Goldvorkommen Benennung als "costa rica" ("reiche Küste").

1564

Gründung der ersten Hauptstadt Cartago.

1810

Erste Anbauversuche mit Kaffee.

1815-1820

"Goldrausch" in den Montes de Aguacate liefert das Startkapital für den Kaffeeanbau.

15.09.1821

Unabhängigkeitserklärung Zentralamerikas von Spanien, für kurze Zeit (bis 1823) Anschluss an das Kaiserreich Mexiko.

04.03.1824

Beitritt zur neugegründeten Zentralamerikanischen Bundesrepublik.

1836

Guanacaste-Krieg nach Invasion durch Nicaragua; nach schweren Kämpfen Durchsetzung des costaricanischen Gebietsanspruchs.

1838

Costa Rica erklärt den Austritt aus der zentralamerikanischen Föderation.

1844

Erste republikanische Verfassung Costa Ricas.

30.08.1848

Endgültige staatliche Unabhängigkeit.

1849-1870

Innenpolitische Vorherrschaft der wirtschaftsliberalen "Kaffee-Oligarchie".

1855-1857

"Freibeuter"-Invasion Mittelamerikas unter Führung des Amerikaners William Walker; 1856 Sieg der vereinigten Armeen Costa Ricas und Nicaraguas über die Invasoren in Rivas (Nicaragua).

ab 1878

Forcierte Infrastrukturentwicklung und Beginn des Bananenanbaus.

1886-1890

Liberale Reformen unter der Präsidentschaft Bernardo Soto.

27.01.1917

Putsch des Verteidigungsministers Federico Tinoco G. (bis 12.08.1919) - letzter Staatsstreich in der Geschichte Costa Ricas.

1930-1942

Sozialpolitische und arbeitsrechtliche Neuerungen; Periode der politischen Vorherrschaft der Republikanischen bzw. Republikanisch-Nationalen Parteigruppe.

1946-1948

Wahlfälschungen der Regierung Calderón/Picado lösen Bürgerkrieg (1948) aus; Sieg der Opposition (Sozialdemokratische Partei PLN).

08.05.1949

Proklamation der 2. Republik; Verkündung einer neuen Verfassung, Abschaffung des Militärs; Präsident José ("Pepe") Figueres.

23.09.1963

Beitritt zum zentralamerikanischen Gemeinsamen Markt (MCCA).

1977

Neufassung der Indianerschutz-Gesetzgebung.

1977-1979

Grenzzwischenfälle mit Nicaragua führen zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Somoza-Regierung; Unterstützung der sandinistischen Revolution durch Costa Rica.

1980-1981

Wirtschaftlicher Einbruch und hochinflationäre Entwicklung im Gefolge der 2. Erdölkrise. Anhaltende soziale Spannungen und umfassende Streiks.

1982-1983

Angesichts der Verschärfung der Bürgerkriege in Zentralamerika verkündet Präsident Luis Alberto Monge die dauernde Neutralität des Landes.

1983-1984

Bananenkrise (Ernteverluste durch Dauerstreiks) führen zu einer restriktiven Politik der sozialdemokratischen Regierung gegenüber den Gewerkschaften. Aufgabe der Bananenplantagen am Pazifik durch die multinationalen Fruchtkonzerne.

1986/87

Friedensinitiative von Präsident Oscar Arias zur Beilegung der Bürgerkriegskonflikte in Nicaragua. El Salvador und Guatemala (Verhandlungsprozess von Esquipulas); 1987 erhält Oscar Arias für seine Vermittlerrolle den Friedensnobelpreis.

1988-1994

Haushaltsdefizite und Außenverschuldung zwingen zu wiederholten Umschuldungsverhandlungen mit internationalen Finanzinstitutionen.

01.01.1995

Freihandelsabkommen mit Mexiko tritt in Kraft.

05.02.2006

Präsidentschafts- und Parlamentswahlen
Neuer Präsident Dr. Oscar Arias Sánchez (sozialdemokratische Partei PLN) ab 08.05.2006

 

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