El Salvador

Unsere Partnerkirche in El Salvador

Salvadorianische Lutherische Synode (SLS)

 

Struktur

Die Sínodo Luterano Salvadoreño (SLS) / Salvadorianische Lutherische Synode besteht aus einem Kirchenverbund von 62 Gemeinden in 6 Mikroregionen. Höchstes Organ ist die Asamblea General.

Kirchenpräsident:

Bischof Dr. Medardo Gómez

Statistik

Gesamtmitgliederzahl: 12.000

Theologische Mitarbeiter: 13 Pfarrer, 29 Diakone,
25 Evangelisten, ca. 20 Katecheten

MitarbeiterInnen aus Bayern: Diakon Helmut Köhler und Waltraud Köhler (seit 2003), jeweils zwei Freiwillige für ein Jahr im Rahmen des IEF. 
Pfarrer Luzaoir Lenz aus Brasilien im Rahmen des Dreiervertrages zwischen der Bayerischen Landeskirche und Brasilien.

Schwerpunkte/Arbeitsfelder

  • Pastorale Arbeit in den Gemeinden
  • Diakonische Arbeit: Obdachlosenhilfe (Casa La Esperanza), Entwicklungsprojekte, Katastrophenmanagement, Gesundheitsprogramme, Arbeit mit Kleinbauern, Menschenrechtsarbeit, prophetisches Amt der Kirche
  • Lutherische Universität: durch niedrige Studiengebühren stehen die theologischen und nichttheologischen Studiengänge vor allem ärmeren Bevölkerungsgruppen offen (ab 2006 eigenständige Organisation, Verbindung zur SLS nur mehr durch die theologische Fakultät).

Geschichte

  • 1952: Reverendo Roberto Gussik, Missionar der Missouri-Synode, gründet in Pasaquina die erste lutherische Gemeinde "Die heilige Dreieinigkeit". Der Kirchenaufbau geht langsam vonstatten.
  • 1970: Reverendo Medardo Gómez kommt auf Bitten einer Gruppe von Gemeindemitgliedern nach San Salvador.
  • 1971: Am 11. 0ktober wird die "Sinodo Luterano Salvadoreño" (SLS)/Salvadorianische Lutherische Synode gegründet.
  • 1980: Der katholische Erzbischof Óscar Romero wird ermordet. In seinen Ansprachen und Predigten hatte er immer wieder die Verbrechen des Militärs, der Regierung und der herrschenden Oligarchie angeprangert und für die Armen, Entrechteten und Ausgebeuteten gekämpft. Medardo Gómez sieht sich als sein Nachfolger als prophetische Stimme des Volkes gegenüber den Mächtigen.
  • 1980: Beginn des zwölfjährigen grausamen Bürgerkrieges. Die SLS ist massiven Repressionen ausgesetzt, da sie sich aktiv für die Opfer des Krieges einsetzt. Auf Kirchengemeinden werden Bombenanschläge verübt, Mitarbeiter werden bedroht und entführt.
  • 1986: Am 6. August wird Medardo Gómez im Flüchtlingslager "Fe y Esperanza" zum Bischof geweiht. Der Lutherische Weltbund, seine Mitgliedskirchen und Hilfsorganisationen fördern nach Kräften die Arbeit der SLS unter den Flüchtlingen, Kriegsopfern und Rückkehrern aus den Flüchtlingslagern.
  • 1991: Gründung der Universidad Luterana Salvadoreña, wo ehemalige Kombattanten und die arme Landbevölkerung eine akademische Ausbildung erhalten können. Die theologische Fakultät steht allen Konfessionen offen und entwickelt auch Fortbildungsangebote.
  • 1992: Der Friedensvertrag eröffnet der Kirche neue Wirkungsmöglichkeiten. Gleichzeitig geht die internationale Hilfe in der Nachkriegszeit zurück, was viele Sozialprojekte in finanzielle Schwierigkeiten bringt.
  • 1992: Partnerschaftsvertrag zwischen der SLS und dem Dekanat München. Auch zur Gemeinde Penzberg entwickeln sich enge Beziehungen. Die SLS ist als größte Kirche Vorbild auch für die anderen Kirchen der CILCA.

Perspektiven:

Die SLS ist die "Säule" der CILCA, an deren Amts- und Gemeindeverständnis sowie ihrer "Misión integral" sich die anderen zentralamerikanischen Kirchen orientieren. Aufgrund der nachlassenden internationalen Hilfe und der umfassenden Projektstrukturen aus der Kriegszeit ist die SLS in finanzielle Schwierigkeiten gekommen. Seit 2004 Sanierung durch ökumenische Hilfe, an der auch die ELKB beteiligt ist.

Adresse:

Sínodo Luterano Salvadoreño (SLS)/Salvadorianische Lutherische Synode
Calle Antigua a Montserrat, parallel al Boulevard Los Próceres.
Final Colonia Luz, San Salvador/El Salvador
Telefon: (503) 2248-3461, 2275-9401/02
E-Mail: lutomg(at)sls.org.sv