Honduras

Unsere Partnerkirche in Honduras

Lutherische Kirche in Honduras (ICLH)

 

Struktur

Die Lutherische Kirche in Honduras besteht aus 11 Gemeinden und 7 Missionspunkten, die zum großen Teil durch Laienpfarrer geleitet werden. Höchstes Organ ist die Asamblea General. 

Kirchenpräsident

Pastor José Martin Giron

Statistik

Gesamtmitgliederzahl: 1.200

Theologische Mitarbeiter: 1 ordinierter Pfarrer, 1 Diakonin der ELCA (USA), 2 Evangelisten, mehrere Laienpfarrer in den Gemeinden, 3 Theologiestudierende im Ausland

Mitarbeiter/innen aus Bayern: jeweils zwei Freiwillige für ein Jahr im Rahmen des IEF 

Schwerpunkte/Arbeitsfelder

  • Gemeindeaufbau: Bedingt durch den gegenwärtigen Mangel an ordinierten Pfarrern kommt der theologischen Ausbildung und der Entwicklung einer lutherischen Identität große Bedeutung zu. 
  • Die ICLH versteht sich als solidarische Kirche, die den Armen und Ausgeschlossenen nahe sein möchte. Im Rahmen ihrer diakonischen Aufgaben wendet sich die ICLH besonders Kindern, Jugendlichen und Frauen zu. Kindern vermittelt die ICLH Schulhilfen. Bei Jugendlichen stehen Bewusstseinsbildung zu Themen wie HIV/Aids, Umwelt, Gewalt oder Drogen im Mittelpunkt. Frauen werden darin unterstützt, sich auf lokaler Ebene zu organisieren und über die Vergabe von Kleinstkrediten neue Einnahmequellen für den Lebensunterhalt zu entdecken. Die ICLH setzt sich außerdem für den Schutz von Frauenrechten und gegen häusliche Gewalt ein. 
  • Institutionelle Stärkung in den Bereichen Verwaltung und Organisation, Qualitätsmanagement, Mitarbeiterausbildung

Geschichte

  • 1951: Gründung der ersten Gemeinde in San Nicolas / Olancho auf Initiative der Missouri-Synode durch Emigrant/innen aus El Salvador
  • 1964: Der "Rat der Lutherischen Kirchen von Zentralamerika und Panama" entsendet Pastoren nach Honduras, um den Aufbau der ICLH zu unterstützen
  • 1980: Aussendung zweier Missionare aus Guatemala, unter ihnen der spätere Kirchenpräsident Guillermo Flores
  • 1983: Die ICLH erhält die offizielle Anerkennung als Kirche
  • Mitte der 90er Jahre: Forderung der Mitglieder nach Reformen und mehr Beteiligung an der Kirchenleitung. Diese Krise führt zur Trennung von einigen Mitgliedern und später zur Neuorganisation auf Drängen des Lutherischen Weltbundes
  • 1994: Offizielle Ordination von Frauen, weshalb sich die Missouri-Synode aus der ICLH zurückzieht. Der Lutherische Weltbund  übernimmt die Unterstützung der ICLH
  • 2005: Armindo Schmechel wird zum Kirchenpräsidenten gewählt. Neuausrichtung der Kirche: Mehr Demokratie und Mitverantwortung, Intensivierung der theologischen Ausbildung, Transparenz in  Verwaltung und Finanzfragen.

Perspektiven:

Die ICLH kann in den Gemeinden auf sehr engagierte Frauen und Jugendliche als Mitarbeiter/innen bauen. Zugleich gibt es in der administrativen Verwaltung noch Entwicklungsbedarf. Die fehlende finanzielle Absicherung ist für die ICLH - wie für alle Kirchen der CILCA-Gemeinschaft - ein Problem.
Der Mangel an ordinierten Pfarrern ist für die Kirche eine Herausforderung. Viele Gemeinden stellen sich dieser Situation durch eine bewundernswerte Eigeninitiative und Lebendigkeit. Gegenwärtig beenden drei Mitarbeitende der Kirche ihre theologischen Studien in Costa Rica und El Salvador.

Adresse:

Iglesia Cristiana Luterana de Honduras (ICLH)
Barrio Villa Adela, 19 calle entre 5ta y 6ta avenida
Apartado Postal 2861
Tegucigalpa, Honduras
Teléfon: (504) 225 44 64
Fax: (504) 225 48 93
E-Mail: ICLH(at)123.hn
www.iglesialuteranadehonduras.com