Nicaragua

Geschichte Nicaraguas

Datum

Geschichte

1522-24

Eroberung des Landes für die spanische Krone von Panama aus; Nicaragua ist Bestandteil des Generalkapitanats Guatemala

1524

Gründung der Städte Léon und Granada, deren bürgerkriegsartige Auseinandersetzungen über lange Zeit die Geschichte Nicaraguas prägen

1821

Nach der Unabhängigkeit von Spanien kurzzeitige Zugehörigkeit Nicaraguas zu Mexiko, dann zur Zentralamerikanischen Föderation

1839

Nicaragua wird eine selbstständige Republik

1850er Jahre

Vertreibung des amerikanischen Abenteurers und kurzzeitigen nicaraguanischen Präsidenten William Walker aus Nicaragua durch eine gemeinsame Intervention der zentralamerikanischen Staaten

1912-33

Weitgehende Besetzung des Landes durch US-Truppen, gegen die General Augusto Sandino zwischen 1926 und 1933 einen Guerillakrieg führt

1934

Ermordung Sandinos durch die von den USA gegründete Nationalgarde, deren Führer Anastasio Somoza, mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet, das Land gemeinsam mit seiner Familie bis 1979 beherrscht

1979

Sturz des Diktators Somoza durch ein breites Bündnis bürgerlicher und sandinistischer Kräfte; jedoch bald darauf Auseinanderbrechen dieses Bündnisses

ab 1982

Beginn des bewaffneten Widerstandes anti-sandinistischer Kräfte (Contras) aus Honduras und Costa Rica gegen die sandinistische Regierung; logistische und finanzielle Unterstützung der Contras durch die USA

1987

Auf den Gipfeltreffen in Esquipulas und Tela erklären sich die Sandinisten dazu bereit, im Frühjahr 1990 freie Wahlen unter internationaler Beobachtung zuzulassen

1990

Überraschender Wahlsieg eines aus 14 Parteien bestehenden heterogenen Parteienbündnisses, der Unión Nacional Opositora (UNO), Einsetzung einer demokratischen Regierung unter Staatspräsidentin Violeta Barrios de Chamorro

1996

Wahl des Liberalen Arnoldo Alemán zum Präsidenten. In seiner Regierungszeit werden mit erheblicher Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft deutliche Fortschritte beim Wiederaufbau des Landes erzielt; allerdings massive Korruption durch A. Alemán

2001

Wahl von Enrique Bolaños Geyer zum Präsidenten, der sich mit Unterstützung der internationalen Gebergemeinschaft den Kampf gegen die Korruption zum Ziel gesetzt hat

2007

Sechzehn Jahre nach seiner Abwahl 1990 kehrt der Führer der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN), Daniel Ortega Saavedra, durch freie Wahlen am 10.10.2007 ins Präsidentenamt zurück.

 

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