1. Argentinientag der bayerischen evangelischen Landeskirche in Nürnberg
Pfarrer Jorge Gerhard aus Argentinien

Erster Argentinientag der bayerischen Landeskirche in Nürnberg

 

 

(3. Juni 2008) Der erste Argentinientag der bayerischen evangelischen Landeskirche am 31. Mai in Nürnberg hat in besonderer Weise ein junges Publikum angezogen. Das liegt vor allem daran, dass die partnerschaftlichen Beziehungen mit der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP) vor allem über den Einsatz von Freiwilligen aus Bayern laufen. Noch bestehe keine Partnerschaft mit einer argentinischen Gemeinde, bedauert der Lateinamerikareferent von Mission EineWelt, Wolfgang Döbrich.

 

Nach Nürnberg gekommen war auch der Mentor der Freiwilligenarbeit in Argentinien, Pfarrer Jorge Gerhard, aus Buenos Aires, der die Diakonieabteilung der Kirche leitet. Vor neun Jahren hat der Theologe das Sozialprogramm „Mit den Armen das Evangelium teilen“ aufgebaut, das – auch mit bayerischer Hilfe - drei Gemeindezentren in den Armenvierteln von Buenos Aires unterhält.

 

Für Jugendliche und Frauen werden neben Alphabetisierungs- und Computerkursen auch Handwerkskurse, Rechtsberatung, Musikunterricht und eine Filmwerkstatt angeboten. In den Armenvierteln ist die häusliche Gewalt hoch, eine Schule schließen die meisten höchstens mit der sechsten Klasse ab, Drogen sind an der Tagesordnung.

 

Bei 33 Prozent Armen in dem südamerikanischen Land, hat sich die IERP, die größte protestantische Kirche Argentiniens, Ende der 1990er Jahre den gesellschaftlichen Herausforderungen gestellt. Ihr geht es in erster Linie um ein christliches Zeugnis in Wort und Tat. „Letztlich hilft nur anhaltende Begleitung und Bildung“, weiß Pfarrer Jorge Gerhard.

 

 


Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

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