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Lateinamerikareferent Wolfgang Döbrich (Mission EineWelt) mit dem Kirchenpräsidenten Alan Eldrid (re.)aus Argentinien

Einwanderer gestern und heute

 

(5. Juni 2008) „Derzeit wird vor allem unsere traditionelle Liturgie diskutiert“, sagt Alan Eldrid, Kirchenpräsident der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Argentinien (IELU), der bei einem Kurzbesuch in Bayern auch bei Mission EineWelt Station machte.

 

Seine Kirche wurde vor 100 Jahren von US-amerikanischen Missionaren gegründet. Prägend waren und sind für die 11.000 Mitglieder in Argentinien und Uruguay aber neben den deutschen und skandinavischen vor allem die osteuropäischen Wurzeln ihrer Vorfahren:

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten viele Lutheraner aus Russland, Ungarn, Siebenbürgen, Estland, Lettland, Tschechien, der Slowakei und Slowenien ein und gründeten Gemeinden. All diese verschiedenen lutherischen Nationalitäten fühlen sich heute in der IELU zu Hause. „’Vereinigt’ bezieht sich in unserer Kirche auf die vielen unterschiedlichen Völkerschaften“, erklärt Kirchenpräsident Eldrid, der selbst schottische Wurzeln hat.

 

Die IELU ist eine von zwei Mitgliedskirchen im Lutherischen Weltbund (LWB) in Argentinien. Mit der größeren Schwesterkirche, der Evangelischen Kirche am Rio de La Plata, unterhält sie engste Beziehungen. Die Hauptgemeinden liegen im äußersten Nordosten, in der Provinz Misiones.

 

Seit mehr als 20 Jahren hat das HIV/Aids-Programm einen festen Platz innerhalb der IELU, die damit eine Vorreiterrolle übernahm. Bildungspolitisch engagiert sie sich in der Trägerschaft von sechs lutherischen Schulen mit insgesamt 5.000 Schülern.

 

Neuerdings spielt wiederum die Einwandererfrage eine große Rolle: Heute sind es Bolivianer, die zunehmend nach Argentinien kommen, und die seelsorgerlich betreut werden müssen. „Das ist eine völlig andere Art der Arbeit als mit unseren traditionellen Gemeinden“, sagt Kirchenpräsident Alan Eldrid.

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Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

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