Bei der Kranzniederlegung am Grab von Johann Flierl auf dem Friedhof in Neuendettelsau.
Bei der Kranzniederlegung am Grab von Johann Flierl auf dem Friedhof in Neuendettelsau: (v. l.) Pfarrer Jürgen Singer, Pfarrer Manasseh Lapu, Direktor Peter Weigand und Bürgermeister Gerhard Korn.

Neuguinea-Missionar geehrt

Mission EineWelt würdigt Johann Flierl zu seinem 150. Geburtstag
(17. April 2008) Mission EineWelt hat den Neuguinea-Pioniermissionar Johann Flierl anlässlich seines 150. Geburtstages gewürdigt. Bei der Kranzniederlegung am 16. April auf dem Friedhof in Neuendettelsau und der anschließenden Andacht waren neben Direktor Peter Weigand und Vertretern des Centrums Mission EineWelt auch Pfarrer Manasseh Lapu aus Papua-Neuguinea, der zur Zeit im oberfränkischen Kasendorf tätig ist, Bürgermeister Gerhard Korn und der evangelische Ortspfarrer Jürgen Singer sowie Familienangehörige des 1947 verstorbenen Flierl zugegen. Ein Enkel des Missionars erinnerte an die kritische Haltung seines Großvaters gegenüber der Nazidiktatur. Der Referent für Papua-Neuguinea, Pazifik und Ostasien, Dr. Traugott Farnbacher, beschrieb Flierl als „Menschenfreund, pragmatischen Planer und Theologen“.

 

Auch während seiner fast 40-jährigen Missionsarbeit im damaligen deutschen Kaiser-Wilhelms-Land hat sich Flierl immer für die Wahrung der Menschenrechte und gegen die Ausbeutung der indigenen Bevölkerung gewandt. Auf ihn geht eine der größten protestantischen Kirchen im Pazifik zurück. Die Evangelisch-Lutherische Kirche von Papua-Neuguinea, eine der bayerischen Partnerkirchen, zählt heute 900.000 Mitglieder.

 

Hinweis:

Eine Fotoausstellung über das Leben Johann Flierls zeigt Mission EineWelt bis 17. Mai in Neuendettelsau, Hauptstr. 2, jeweils dienstags bis freitags von 9-12 und 14-17 Uhr sowie samstags von 9-12 Uhr (auch auf Anfrage). Der Eintritt ist frei.