She Hongyu mit Ostasien-Referent Thomas Paulsteiner
She Hongyu mit Ostasien-Referent Thomas Paulsteiner

Praktischer Ausdruck des Glaubens

 

 

Gute Zusammenarbeit von chinesischer Hilfsorganisation und Mission EineWelt

(24. Juni 2008) Umwelt und Aids – so lauten die Schwerpunkte der künftigen Arbeit der Amity-Stiftung, einer chinesisch-christlichen Hilfsorganisation, die 1985 gegründet wurde. She Hongyu, Amity-Referentin im Forschungs- und Entwicklungsbereich, ist stolz auf die Sozialarbeit ihrer Organisation: für sie praktischer Ausdruck des Glaubens.

 

700.000 HIV-Infizierte in China seien eine Herausforderung, auch für die Christen. Diesen Menschen versuche die Stiftung mit häuslicher Pflege zu helfen. Für Aids-Waisenkinder gebe es spezielle Bildungsprogramme, sagt She, die auch die Amity-Katastrophenhilfe für die Erdbebenopfer in China koordiniert hat.

 

Im Bereich Umweltschutz fördert Amity verstärkt Biogas-Anlagen, die Gas aus dem Sanitärbereich zum Kochen und für Lampen produzieren. Besonders in Westchina sei diese Methode im Kommen, berichtete die Abteilungsleiterin. Um die Natur zu schonen, setze sich ihre Stiftung auch für den Einsatz von Solar-Kochern ein. Traditionellerweise schlagen viele Dorfbewohner täglich noch immer zehn bis 20 kg Holz, das sie für ihren Haushalt benötigten. „Das ist auf Dauer gesehen eine ökologische Katastrophe“, urteilte She.

 

80 Prozent der Menschen in China leben auf dem Land, zum Teil in bitterarmen Verhältnissen. Ihnen fehlt es an medizinischer Versorgung, weil sie sich keinen Arzt leisten können und Mediziner sich in abgelegenen Gebieten eher selten niederlassen. Deshalb bietet Amity in diesen Regionen Fortbildungen für lokale Ärzte an und schickt mobile Operations-Teams.

 

Doch nicht nur im Sozialen ist die größte Nichtregierungsorganisation Chinas aktiv: Die größte Bibeldruckerei der Welt steht in Nanjing und wird von der Amity-Stiftung betrieben. Eine Million Bibeln im Monat – das sind 23 Exemplare in der Minute – verlassen die Produktion. Auch für die Olympischen Spiele im August liefert die Druckerei eine zweisprachige Spezialversion der Heiligen Schrift, die verschenkt werden soll.

 

Mission EineWelt verbindet mit Amity eine enge und langjährige Zusammenarbeit: Seit 1987 unterstützt das Centrum das Englisch-Lehrerprogramm, in dem chinesische Fremdsprachen-Lehrer fortgebildet werden. Derzeit unterrichtet ein Lehrer aus Bayern an der Universität von Nanchang.

 


Näheres finden Sie auf der Homepage der Amity-Stiftung

 

 


Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

Tel. 09874 9-1030   presse(at)mission-einewelt.de