Lateinamerikareferent Wolfgang Döbrich, Pfarrer Hans Alfred Trein, Regina Heider, Iraci Minka Pedro, Dr. Adolf Rank, Noeli Teresinha Falcade, Pfarrer Milton Jandrey, Zoraide Sales (v.l.)
Lateinamerikareferent Wolfgang Döbrich, Pfarrer Hans Alfred Trein, Regina Heider, Iraci Minka Pedro, Dr. Adolf Rank, Noeli Teresinha Falcade, Pfarrer Milton Jandrey, Zoraide Sales (v.l.)

 

 

Hilfe zur Selbsthilfe

 

Partnerschaft unterstützt Arbeit mit indigenen Völkern in Brasilien

 

(19. September 2008) „Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe“, fasst Dr. Adolf Rank vom Dekanat Sulzbach-Rosenberg die Partnerschaft mit dem indigenen Volk der Kaingang im Süden Brasiliens zusammen. Seit 1976 unterstützen die Oberpfälzer die Arbeit der evangelischen brasilianischen Kirche lutherischen Bekenntnisses mit dem indigenen Volk, das in Guarita in Rio Grande do Sul, dem südlichsten Bundesstaat Brasiliens, lebt. Eine brasilianische Delegation, die derzeit zu Gast im bayerischen Partnerdekanat ist, hat am 18. September auch Mission EineWelt besucht.

 

Direktor Peter Weigand und Lateinamerikareferent Wolfgang Döbrich hießen Pfarrer Hans Alfred Trein, verantwortlich für die gesamtkirchliche Arbeit mit Indigenen (COMIN), Projektkoordinatorin Noeli Teresinha Falcade sowie die beiden Indigenas vom Volk der Kaingang, Iraci Minka Pedro und Zoraide Sales herzlich willkommen. Begleitet wurden die Brasilianer von den Dekanatsmissionsbeauftragten Regina Heider und Dr. Adolf Rank zusammen mit dem erst kürzlich eingeführten brasilianischen Pfarrer in Schwandorf, Milton Jandrey.

 

Adolf Rank, der sich seit mehr als sieben Jahren in der Partnerschaft engagiert, bereichert die Arbeit persönlich sehr: „Ich mache das mit ungeheurer Freude, weil es direkt hilft und weil man sieht, dass etwas dabei herauskommt.“ Seit vier Jahren unterstützt das Dekanat ausschließlich Gesundheitsprojekte der Kaingang, etwa in Hygiene und Schwangerschaftsberatung, die besonders Frauen und Kindern zugute kommen.

 

Rund 7.000 Angehörige dieser indigenen Minderheit leben in Rio Grande do Sul auf ihnen zugewiesenem Land. Trotzdem kommt es immer wieder zu Konflikten mit brasilianischen Bauern europäischer Herkunft, die ihren Besitz trotz Entschädigungszahlungen nicht für die Indianer verlassen wollen. Selbst unter den Kirchenmitgliedern herrschten noch oft Vorurteile, erzählt Hans Trein, wie „Wir sind die besseren Menschen. Die Indigenen haben keine Kultur und nutzen das Land nicht richtig aus.“


Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

Tel. 09874 9-1030   presse(at)mission-einewelt.de