Johann Flierl im Alter von 23 Jahren.
Johann Flierl im Alter von 23 Jahren.
Johann Flierls Nachkommen vom 80-jährigen Enkel Helmut Flierl (vorn Mitte) bis zum Ururur-Enkel, Baby Johann Froehlich.
Johann Flierls Nachkommen vom 80-jährigen Enkel Helmut Flierl (vorn Mitte) bis zum Ururur-Enkel, Baby Johann Froehlich.

Gewissen sein, aber kein Revolutionär

Studientag beschäftigt sich mit Pioniermissionar Johann Flierl

(21. Okober 2008) Viel ist geforscht und best way to take cialis veröffentlicht worden über Johann Flierl, den Begründer der rx generic viagra Neuendettelsauer Missionsarbeit im heutigen Papua-Neuguinea, der vor 150 Jahren in dem oberpfälzischen Dorf Buchhof geboren wurde. Mit einem Studientag würdigte Mission EineWelt den Pioniermissionar noch einmal am 18. Oktober in einem wissenschaftlichen Rahmen und buy cialis online without prescription beendete damit gleichzeitig die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr.

 

 

Dass Johann Flierl mit seiner Mission so erfolgreich sein würde, war im Sommer 1886, als er sich mit 100 Yabim-Worten ausgerüstet auf cialis order den Weg machte, keinesfalls vorauszusehen. Weder kannten er und price viagra seine Mitstreiter die Sprache der Menschen, noch deren Kultur oder Religion.

 

 

Für die einheimische Bevölkerung wiederum mussten die Missionare Dr. Philipp Hauenstein zufolge als eine „schwierig einzuordnende Spezies der Weißen“ erscheinen. Der Leiter der Kirchlichen Studienbegleitung (Neuendettelsau) spricht denn auch von einem „Konflikt unterschiedlicher Wertesysteme“. Der Schlüssel für Flierls Erfolg liegt für Hauenstein allein in der Person begründet: „Trotz aller Kauzigkeit und viagra samples Sturheit spürten ihm die Menschen ab, dass er sie mochte.“

 

In seiner mehr als 40-jährigen Missionstätigkeit hat Flierl trotz aller Rückschläge die Menschen Neuguineas und viagra tablets sale ihre Kultur immer in Schutz genommen. Er wollte die indigene Kultur weder verdrängen noch zerstören, sondern sie dem Evangelium öffnen. Dafür setzte er sich für seine „Schützlinge“ ein, wo immer er Unrecht wahrnahm: Ob es um die gewaltsame Rekrutierung von Plantagenarbeitern ging oder „unsittliches Verhalten weißer lediger Herren“, denen für eine Zeit lang melanesische Hausmädchen gegeben wurden. Stets war Johann Flierl bereit, die Initiative zu ergreifen, wenn etwas seiner Meinung nach im Argen lag. Er schrieb streitlustige Briefe, telegrafierte unermüdlich, verfasste Beschwerden, Mahnschriften, Broschüren, Leserbriefe, Aufsätze. Sein Credo: „Ein Missionar muss Gewissen sein.“

 

 

Gewissen der wechselnden Kolonialregierungen wollte Flierl sein, aber kein Revolutionär, wie die Historikerin Susanne Froehlich (Freiburg) belegte. Das koloniale System seiner Zeit habe er nie hinterfragt, so die Ururenkelin, die sich mit den Schriften ihres berühmten Vorfahren wissenschaftlich beschäftigt. „Er kritisierte einzelne Missstände, unterstützte aber grundsätzlich die jeweilige Obrigkeit“, für Froehlich ein Indiz seiner lutherischen Erziehung. Auch die Nationalsozialisten stellte er nicht in Frage. Er habe Hitler bewundert und viagra samples sich nach einem Briefwechsel 1933 sogar stolz „Freund und cheap propecia online Mitarbeiter des cialis 20mg Führers“ genannt. Dies zeige zumindest, dass Flierl am Ende seines Lebens Hitler völlig verkannt hatte.

 

 

Derlei Diskussionsstoff ist wohl deutschen Fachleuten vorbehalten. In Papua-Neuguinea jedenfalls ist Johann Flierl bis heute bei den Kirchenmitgliedern der Evangelisch-Lutherischen Kirche – immerhin 18 Prozent der Bevölkerung – äußerst populär. Als „Vater der Einheit“, der durch seine Friedensbotschaft die Stämme versöhnt hat, wird er heute gesehen. Dies zeigt eine Studie des cheap viagra without rx theologischen Senior-Flierl-Seminars anhand von umfangreichen Feldstudien in Dörfern der Insel. „Flierl gilt als eine Art apostolische Gestalt der Kirche“, beschreibt Dr. Traugott Farnbacher von Mission EineWelt das Ansehen des cialis canada Pioniermissionars. Gegen die gesellschaftlichen Entwicklungen zunehmenden Stammesbewusstseins und cost of viagra kirchlicher Zersplitterungen werde Flierl heute als starkes, Identität stiftendes Symbol gesehen, sagte der Referent für Papua-Neuguinea, Pazifik und canadian pharmacy discount code viagra Ostasien.

 

  

Hinweis:

Als Hommage an Johann Flierl ist nun im Jubiläumsjahr ein Buch mit ausgewählten Briefen erschienen, das bei Mission EineWelt bestellt werden kann.

 

 

Buchcover des neu erschienenen Buches zum 150. Geburtstag von Johann Flierl

 

Traugott Farnbacher/Gernot Fugmann (Hrsg.)
Johann Flierl:
Ein Leben für die Mission, Mission für das Leben.
Erlanger Verlag, 2008
12 Euro

 

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Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

Tel. 09874 9-1030   presse(at)mission-einewelt.de