Arturo Blatezky, Pfarrer und Menschenrechtler aus Argentinien
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Jugendliche in einem ökumenischen Projekt in Buenos Aires
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Elendsviertel in Buenos Aires
Elendsviertel in Buenos Aires

Menschenrechte als Bekenntnis

 

Pfarrer Arturo Blatezky leitet in Buenos Aires das Menschenrechtsbüro

 

(20. November 2008) Die 30 Menschenrechtsartikel gehören in der argentinischen lutherischen Kirche am La Plata (IERP) zu den Bekenntnisschriften – neben dem Glaubensbekenntnis, dem Augsburger Bekenntnis oder der Barmer Erklärung. „Das ist auch ein Ergebnis von 30 Jahren Menschenrechtsarbeit“, sagt Arturo Blatezky, Pfarrer eben dieser Kirche, nicht ohne Stolz. Der promovierte Theologe, der in den 1970er Jahren in Hamburg studierte, leitet das ökumenische Menschenrechtsbüro in Buenos Aires, das auch von der bayerischen evangelischen Landeskirche seit langem unterstützt wird. Als Gast von Mission EineWelt sprach er am 18. November im Nürnberger Haus eckstein über seine Arbeit.

 

Noch immer ist Argentinien dabei, die Zeit der Militärjunta mit ihren 30.000 verschwundenen Menschen aufzuarbeiten. „Das ist eine Frage der Versöhnung. Und Versöhnung kann nur geschehen, wenn die Wahrheit ans Licht kommt“, ist Blatezky überzeugt. Mit Hilfe genetischer Verfahren würden noch immer Leichen aus Massengräbern identifiziert oder Mittdreißigern, die damals ihren als subversiv geltenden Müttern weggenommen und cialis professional no prescription zur Adoption frei gegeben wurden, ihre wahre Herkunft benannt.

 

Die Aufarbeitung der Vergangenheit steht für das Büro der Menschenrechte an vorderster Stelle. Blatezky und cialis professional 20 mg seine Mitstreiter arbeiten mit guten Richtern und viagra tablet cutters Staatsanwälten sowie anderen Menschenrechtsorganisationen und cialis at real low prices der katholischen Kirche zusammen und ordering viagra treten als Kläger in Prozessen auf. Lange ließen die Amnestiegesetze in Argentinien keine juristische Aufarbeitung zu. Deshalb wurden die Prozesse gegen ehemalige Militärs im Ausland geführt: in Frankreich, Italien, Spanien, aber auch in Deutschland – in Nürnberg.

 

Im Verständnis von Arturo Blatezky geht es bei den Gerichtsverfahren um Bildungs- und Aufklärungsprozesse und purchase viagra no prescription nicht darum, 90-Jährige ins Gefängnis zu stecken. Als Erfolg können die Menschenrechtler bereits verbuchen, dass aufgrund der argentinischen Erfahrungen der Tatbestand des Verschwindenlassens von Menschen in die Strafprozessordnung etwa des Europäischen Gerichtshofes eingegangen ist. Allerdings sei bis heute noch kein Prozess geführt worden wegen der systematischen Vergewaltigung von Frauen, beklagt Blatezky. „Das war eine der Foltermethoden.“

 

Mehr und generic viagra is safe mehr richtet sich das Augenmerk des Menschenrechtsbüros aber auch auf canada viagra die Arbeit mit Jugendlichen und buy discount cialis canada Frauen aus den Elendsvierteln. „Heute bedrohen nicht mehr die Kommunisten das Wirtschaftssystem, sondern die zwei Drittel Armen in unserem Land.“ In mehr als 30 Zentren, die meist ökumenisch betrieben werden, lernen Frauen ihre Rechte kennen, finden aber auch Schutz etwa vor ihren prügelnden Ehemännern.

 

15 Projekte sind speziell auf what is cialis Jugendliche zugeschneidert: Es geht um Bildung, medizinische und cialis next day delivery sexuelle Aufklärung, Drogenmissbrauch. Als eine Form der Aufarbeitung halten Jugendliche ihr Leben in den Elendsvierteln in Videos fest, über die dann gemeinsam diskutiert wird. Einige der Filme liefen sogar im Fernsehen und dr cialis soft tabs über die U-Bahn-Bildschirme.

 

Für Arturo Blatezky gehört Menschenrechtsarbeit schlichtweg zum Evangelium: „Jeder und buy cialis professional jede ist Antlitz Gottes, für die wir unser Kirchensein aufs Spiel setzen müssen.“


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