Diakonische Arbeit: Schule für körperbehinderte Kinder der Diakonengemeinschaft Faraja in Sanya Juu/Tansania

Werke der Barmherzigkeit

 

Diakonische Arbeit in der tansanischen Partnerkirche

(26. November 2008) Die Bibel nennt sie „Werke der Barmherzigkeit“, und in der Tat trifft dieser Ausdruck sehr genau die Situation, der sich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELCT) - Partnerkirche von Bayern - gegenüber sieht: eine diakonische Arbeit in der Fläche aufzubauen ohne große Strukturen, ohne neue Büros und canada meds viagra viele Angestellte.

 

Mit gutem Beispiel voran geht die Norddiözese rund um den Kilimandscharo. Dort wurde vor drei Jahren eine diakonische Abteilung aufgebaut, die die Arbeit in der gesamten Diözese koordiniert. Welche Herausforderungen dabei zu meistern sind, wurde bei der Afrikatagung von Mission EineWelt vom 21. bis 22. November deutlich.

 

Auf lange Sicht wolle man diakonische Arbeit auf viagra side effects der Gemeindeebene verankern, sagt Diakon Samwel Mori, der selbst in Faraja ausgebildet wurde. Der 33-Jährige verantwortet den Aidswaisendienst der Bibelschule Mwika, der auf viagra us die Initiative des deutschen Pfarrers und how to get cialis in canada Mitarbeiters von Mission EineWelt, Dr. Martin Burkhardt, zurückgeht. Rund 50.000 Waisenkinder soll es in der Kilimandscharoregion geben, 2.000 davon werden durch den Waisendienst betreut. Er hilft mit Einkommensprojekten wie Hühnerzucht oder Saatgut, fördert die Schul- und Berufsausbildung und viagra online berät die Verwandten. Seit Neuestem setzt die Diözese auf viagra in india so genannte Field Worker, Ehrenamtliche, die zweimal pro Woche Kinder in den Dörfern besuchen, und wissen, wo Hilfe nötig ist.

 

 

Waisenkinder im Programm der Bibelschule
Diakon Samwel Mori bei der Arbeit in der Bibelschule
Samwel Mori

 

Kommunitäten als Ausbildungszentren wichtig

 

Eine wichtige Rolle als Ausbildungszentren für die diakonische Arbeit spielen in Nordtansania die beiden ansässigen Kommunitäten: die Diakonissen der Gemeinschaft der Gnade (Ushirika wa Neema) in Moshi und generic viagra online die Diakone der Gemeinschaft des Trostes (Ushirika wa Diakonia Faraja) in Sanya Juu.

 

Die Diakonissenschaft besteht heute aus 90 Schwestern und viagra online canada – im Gegensatz zu Deutschland – wächst sie. Die Schwestern arbeiten in verschiedenen Berufen im Mutterhaus oder auch außerhalb: als Lehrerinnen, Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen, Buchhalterinnen, Landwirtinnen, Theologinnen oder Ergotherapeutinnen. Sie unterhalten ein Waisenhaus, ein Seminar für Kindergärtnerinnen und viagra online without a prescription machen Besuchsdienste. Vor knapp dreißig Jahren bauten Augsburger Schwestern das Mutterhaus in Moshi auf.

 

Damals sei der diakonische Gedanke in Tansania fremd gewesen, erinnerte sich Schwester Gisela Kausch. Durch den Unterricht hätten die Tansanierinnen gelernt, dass zum Glauben unabdingbar die Tat für den Nächsten gehört. Noch immer hilft die Augsburger Diakonissenanstalt bei der Ausbildung oder bei Projekten. Ihren Lebensunterhalt bestreite die Ushirika wa Neema dagegen mit ihrer Landwirtschaft selbst, ergänzte Schwester Dietlinde Hofmann.

  

Fehlende Angebote für geistig-behinderte Kinder 

 

Im Vergleich zu den Diakonissen dürfen sich die Brüder der Gemeinschaft des Trostes (Ushirika wa Diakonia Faraja) in Sanya Juu als noch recht jung bezeichnen. Seit 1998 werden in der mit Rummelsberger Hilfe errichteten Bruderschaft Diakone ausgebildet. Jeder von ihnen kann mit einer Doppelqualifikation aufwarten: Neben der theologischen Ausbildung lernt er einen Beruf.

 

Es gibt Schreiner, KFZ-Mechaniker, Krankenpfleger, Sozialarbeiter oder Metzger. In Tansania darf ein Diakon predigen, das Abendmahl einsetzen, taufen, beerdigen, aber keine Ehen schließen. Für die sechsjährige Ausbildung wird die Gemeinschaft von den Rummelsberger Diakonen unterstützt, die jeweils fünf Euro von ihrem monatlichen Gehalt spenden.

 

Seit 2001 unterhält Faraja eine Grundschule für körperbehinderte Schüler mit staatlich angestellten Lehrern und brand cialis for sale einem normalen Lehrplan. Einziger Unterschied: die Klassenstärke ist auf viagra samples 15 Kinder begrenzt. Normalerweise sitzen in tansanischen Schulbänken mehr als 40 Schüler. In Tansania gebe es kaum Angebote für lernschwache und propecia canadian pharmacy geistig behinderte Kinder, sagt Peter Barbian, der in Faraja fünf Jahre gearbeitet hat. Hier sieht der Rummelsberger Diakon in der Zukunft großen Bedarf.

 

Eine weitere Herausforderung sind seiner Einschätzung nach korrupte Strukturen im Land. „Wenn es Korruption in der Gesellschaft gibt, dann auch in der Kirche und how to get cialis in canada Diakonie als Teil dieser Gesellschaft“, unterstreicht Barbian. Sein Rat an die Diakonenausbildung lautet daher, den jungen Männern eine Herzensbildung mit auf viagra usa den Weg zu geben. „Damit sie selbst integer bleiben."


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