Die Stadt Blumenau in Santa Catarina, Brasilien, steht praktisch unter Wasser.
Die Stadt Blumenau in Santa Catarina, Brasilien, steht praktisch unter Wasser.

Tsunami aus Schlamm

 

Hilfe für brasilianische Partnerkirche - Mission EineWelt bittet um Spenden

 

(28. November 2008) Durch Erdrutsche zerstörte Straßen, überflutete Städte: Nach wochenlangen Regenfällen bietet Santa Catarina ein Bild der Verwüstung. Die riesigen Schlammmassen haben alles unter sich begraben, was ihnen in den Weg kam: Bäume, Häuser, Menschen. Die schwersten Überschwemmungen seit 25 Jahren im Süden Brasiliens haben fast 100 Todesopfer gefordert.

 

Auch viele Gemeinden der bayerischen Partnerkirche, der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), sind betroffen. Die Regionalbischöfin von Vale do Itajaí, Mariane Beyer Ehrat, berichtet, dass praktisch der ganze Kirchenkreis unter Wasser stehe. „Besonders schlimm ist es in Blumenau. Straßen sind zerstört oder überflutet, die Trinkwasser- und Stromversorgung sowie das Telefonnetz zusammengebrochen.“ Noch gebe es viele Vermisste, so dass die Behörden der von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht feststellen können.

 

Aufgrund der schweren Katastrophe, die die Partnerkirche getroffen hat, stellt die bayerische Landeskirche eine Soforthilfe zur Verfügung. „Wir sind dankbar für alle Gebete und Hilfe, die uns erreicht“, versichert die brasilianische Regionalbischöfin. Ihrer Einschätzung nach wird der Wiederaufbau von Blumenau mindestens ein Jahr dauern. „Viele Familien werden ein ganzes Leben brauchen“, so Beyer Ehrat.

 

Mehr als 54.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und bei Freunden und Verwandten unterkommen. Andere suchen in den staatlichen Notunterkünften oder kirchlichen Gemeindezentren Schutz. Es fehlt an Lebensmitteln, Trinkwasser, Matratzen und Medikamenten. Insgesamt sollen 1,5 Millionen Menschen von den Wassermassen und Erdrutschen betroffen sein. Mehrere Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten, Verkehrswege unpassierbar. Santa Catarina wurde zum Notstandsgebiet erklärt. Brasiliens Präsident Lula da Silva spricht von der größten Umweltkatastrophe in der Landesgeschichte.

 

Die meisten der Todesopfer kamen bei Erdrutschen ums Leben. Rettungskräfte evakuieren mit Booten und Hubschraubern Menschen aus ihren überfluteten Häusern. Ein Überlebender aus der Ortschaft Ilhota am Fluss Itajaí berichtet: „Es war ein Tsunami aus Lehm, Schlamm und Bäumen.“

 

Im Namen der Menschen in Santa Catarina und der lutherischen Partnerkirche bittet Mission EineWelt um Spenden und ruft zur Fürbitte für die Opfer auf.

 

Spendenkonto 
Mission EineWelt
Konto: 10 111 11
Ev. Kreditgenossenschaft Kassel
BLZ 520 604 10

 

Hier können Sie online spenden

 

Zur Fürbitte

 


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