Kirche in Nanjing

Die Welt wird China verstehen lernen

 

Studientag in Erlangen widmete sich dem früheren Reich der Mitte

(19. Januar 2009) China spielt wieder mit bei den Großen der Welt: Nicht nur stellt das Land mittlerweile die drittgrößte Wirtschaftsnation und ordering viagra overnight delivery hat Deutschland auf den vierten Platz verwiesen. Auch auf der politischen Bühne kommt keiner mehr daran vorbei.

 

„In China ist ein wiedererwachtes Selbstbewusstsein zu verzeichnen“, bestätigte der Sinologe Professor Michael Lackner beim Studientag „China ‚erwacht’?!“, der am vergangenen Wochenende in Erlangen in Kooperation von Mission EineWelt und does generic viagra work BildungEvangelisch (Erlangen) stattfand. Nicht nur ökonomisch und viagra pfizer canada politisch bestimme China die Regeln mit. Auch die chinesische Kultur werde zu einer Art Religion erhoben, aus der heraus ein Universalitätsanspruch in der Welt begründet werde.

 

Fast trotzig, so Professor Lackner vom Lehrstuhl für Sinologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, lesen sich in Lehrbüchern Behauptungen wie: Kolumbus hätte niemals Amerika entdecken können ohne die Erfindung des Kompass’ durch die Chinesen.

 

Gängige Grundüberzeugung sei heute, dass China in den letzten 30 Jahren versucht habe, die Welt zu verstehen; die Welt in den nächsten 30 Jahren aber versuchen werde, China zu verstehen. Passend dazu liefen etwa im Fernsehen Unterhaltungsserien, in denen Ausländer in Peking oder Shanghai ziemlich trottelig in sämtliche Fettnäpfe der ihnen fremden chinesischen Kultur treten.

 

Zur wiedererstarkten Kultur Chinas gehören auch die Religionen. Ostasienreferent Thomas Paulsteiner vom Centrum Mission EineWelt zufolge stelle sich für viele erfolgreiche Manager jenseits der 30 mehr und buying real viagra without prescription mehr die Frage nach dem Sinn ihres konsumorientierten Lebens. „Genau für diese Zielgruppe sind die Religionen attraktiv.“ Ein geflügeltes Sprichwort besagt: „Wenn man jung ist, ist man Daoist, beim Heiraten Christ, im Alter Konfuzianer und sildenafil generic viagra vor dem Tod Buddhist.“

 

Fünf Religionen sind offiziell anerkannt: Buddhismus, Daoismus, Islam, Katholizismus und can you buy viagra from canada Protestantismus. Ansprechpartner und viagra and generic drug gleichzeitig Kontrollorgan für die jeweiligen Dachverbände ist das Staatliche Büro für Religiöse Angelegenheiten.

 

Weil es beim Buddhismus und cialis for woman Daoismus keine Mitgliedschaft gibt, sind verlässliche Zahlen kaum zu benennen. Schätzungen gehen von 150 Millionen Buddhisten und soft viagra 5,5 Millionen Daoisten aus. Rund 11 Millionen Muslime sollen in China leben, vor allem unter den ethnischen Minderheiten. Für Katholiken und buy cialis professional Protestanten werden die Gemeinden vom Staat registriert.

 

18 Millionen Protestanten und viagra lowest price generic 7 Millionen Katholiken gibt es den offiziellen Zahlen nach. Allerdings fühlen sich weit mehr einer der nicht registrierten Kirchengemeinden zugehörig, so dass von insgesamt rund 75 Millionen Christen auszugehen ist. „Oftmals sind es formale Gründe, die einer Anerkennung im Weg stehen“, weiß Paulsteiner. „Ältere Christen haben aus den Zeiten der Kulturrevolution noch immer ein tief sitzendes Misstrauen gegenüber dem Staat.“

 

Aus Sicht von Dr. Christian Meyer von der Universität Leipzig braucht der Staat die Religionen im sozialen und fast buy cheap viagra karitativen Bereich und who makes generic viagra beim Aufbau der propagierten „sozialistischen harmonischen Gesellschaft“. Die Religionspolitik sei jedoch von einem großen Ermessensspielraum zwischen Willkür, Toleranz und buying cialis online Repression geprägt. Für eine berufliche Laufbahn in Staatsdiensten wirke sich die Zugehörigkeit zu einer Religion geradezu karrierefeindlich aus.

 

Jenseits aller offiziellen Religionen ist in der Volksrepublik China wieder eine zunehmende traditionelle Ahnenverehrung zu beobachten. Da werden Räucherstäbchen im Tempel entzündet oder Festessen am Grab veranstaltet. Beliebt sei auch das Verbrennen von papiernen Rolexuhren, Whiskyflaschen, Kleidung oder sogar Viagra, sagt der Theologe Dr. Jochen Teuffel, der in Hongkong gearbeitet hat. Auch so genannte Höllen-Banknoten im Wert von vielen Millionen Dollar sollen – einmal verbrannt – die Ahnen milde stimmen. “Ritusgemäßes Tun entwickelt positive Energien, und die kommen einem persönlich zugute.“

Annekathrin Jentsch


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