Hauptansprechpartner für den Weltbund

Dr. Musa Filibus, Afrikareferent beim Lutherischen Weltbund

 

(4. Februar 2009) Regionale Zentren wie Mission EineWelt sind auch in Zukunft Hauptansprechpartner der Abteilung für Mission und Entwicklung (DMD) beim Lutherischen Weltbund (LWB), wenn es um Fragen der kirchlichen Beziehungen nach Übersee geht. Dr. Musa Filibus, der als Afrikareferent des DMD in Genf arbeitet, weiß, dass in den Missions- und Partnerschaftswerken über viele Jahrzehnte intensive Beziehungen nach Übersee gewachsen sind. Deshalb, so Musa Filibus, sei der Austausch zwischen dem LWB und einem Zentrum wie Mission EineWelt wichtiger denn je.

 

 

Der Afrikareferent war am letzten Wochenende zu einem mehrtägigen Meinungsaustausch aus Genf nach Neuendettelsau gekommen. Der promovierte Pfarrer aus Nigeria, der seit 2002 für die Afrikabeziehungen in Genf zuständig ist, betonte die Wichtigkeit von multilateraler Zusammenarbeit. In einer zunehmend globalisierten Welt könnten sich die Mitgliedskirchen des LWB nur dann Gehör verschaffen, wenn sie deutlich mit einer Stimme sprechen. Dazu müssten die eher bilateral ausgerichteten Kontakte nach Ansicht des Theologen neu ausgerichtet und auch die Kooperation mit dem LWB neu justiert werden. Eine Zentrale wie der Lutherische Weltbund sei nicht imstande, auch nur annährend alle Treffen der unterschiedlichen Koordinationsgremien weltweit zu besuchen.

 

 

Entscheidend sei es für die Gestaltung der zwischenkirchlichen Beziehungen, nicht nur technische Absprachen zu treffen, sondern einen intensiven Dialog zur Bearbeitung wichtiger gemeinsamer Themen wie beispielsweise Ernährungskrise, Klimaschutz oder Korruption zu führen. Dafür müssten neue Modelle der Zusammenarbeit gefunden werden, bei denen auch die jungen Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes stärker als bisher einbezogen werden.

 

 

Darüber soll bei der 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes, die vom 20. bis 27. Juli 2010 in Stuttgart stattfinden wird, intensiv verhandelt werden. Es gehe, so Musa Filibus, um neue Konzepte der Partnerschaft weltweit. In dieser Hinsicht sei es auch besonders wichtig, mit den regionalen Zentren wie Mission EineWelt zusammenzuarbeiten. Für die bisherige Zusammenarbeit bedankte sich der Weltbund-Vertreter und wünschte sich, häufiger solch gute Kontakte pflegen zu können. 

 

Helge Neuschwander-Lutz


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