Bei der ökumenischen Tagung in Schmerlenbach (v.l.): Missio-Präsident Pater Eric Englert, Erzbischof Orlando Quevedo (Philippinen), Generalsekretär der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC), Virginia Saldanha (Indien), Generalsekretärin für Frauenfragen bei der FABC, und der Regionalbischof von Ansbach-Würzburg, Christian Schmidt.  Foto: Burkard Vogt
Bei der ökumenischen Tagung in Schmerlenbach (v.l.): Missio-Präsident Pater Eric Englert, Erzbischof Orlando Quevedo (Philippinen), Virginia Saldanha (Indien), Generalsekretärin für Frauenfragen bei der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen, und der Regionalbischof von Ansbach-Würzburg, Christian Schmidt. Foto: Burkard Vogt

Auf der Seite der Armen stehen

 

 

Kirchen solidarisch im Einsatz für Menschenrechte? - Ökumenische Fachtagung vom 7. bis 8. Mai 2009

 

(11. Mai 2009) „Die Option für die Armen hat für uns absolute Priorität“, erklärt der Generalsekretär der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC), Erzbischof Orlando Quevedo von den Philippinen, auf der ökumenischen Fachtagung „Kirchen solidarisch im Einsatz für Menschenrechte?“, die vom 7. bis 8. Mai in Schmerlenbach bei Aschaffenburg tagte. In einer Zeit, in der sich durch die Weltwirtschaftskrise die Menschenrechtssituation der Armen verschlimmert und online order viagra overnight delivery sich die Zahl der Menschen, die mit weniger als 2 US-Dollar am Tag auskommen müssen, auf 53 Millionen erhöht, führe diese Option zu einem klaren Ja zum Einsatz der Kirchen für die Menschenrechte.

 

Selbstkritisch müssen die Kirchen mit dem Thema Menschenrechte umgehen, so die Veranstalter der Tagung: das internationale katholische Missionswerk Missio München, Mission EineWelt – das Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und find viagra no prescription required Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Pax Christi und cialis 40mg das katholische Bildungswerk Schmerlenbach. Selbstkritisch, denn auch in den Kirchen gibt es Bereiche, in denen die Rechte etwa der Frauen noch immer beschränkt werden. „Auch die Kirche braucht die Menschenrechte, und es steht ihr gut an, sich hier in Demut zu üben“, so Pater Eric Englert, der Präsident von Missio.

 

Gleichwohl können sich die Kirchen als Global Players auch in besonderer Weise für die Menschenrechte einsetzen. „Die Kirche hat eine Struktur und soft gel viagra ein Netzwerk, das es ihr ermöglicht, sich vor Ort konkret einzusetzen und cheap discount cialis zugleich den Druck auf Politik und cialis delivered overnight Wirtschaft zu erhöhen – etwa wenn es um das Thema Faires Spielzeug oder Faire Kleidung geht“, so der neue Regionalbischof von Ansbach und cialis no rx Würzburg, Christian Schmidt.

 

Wie lebensbedrohlich der Einsatz der Kirchen für die Menschenrechte werden kann, wurde den 45 Teilnehmenden der Konferenz beim Vortrag von Pfarrer José Pilar Cabrera aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche Guatemalas (ILUGUA) deutlich: „Das Land atmet Gewalt und women viagra gleichzeitig herrscht Straflosigkeit gegenüber deutlichen Übertretungen der Menschenrechte.“ Die ILUGUA kämpft für die Rechte von Kleinbauern und viagra without prescription für eine nachhaltige Landwirtschaft – gegen grenzüberschreitende Landnahmen durch Großgrundbesitzer und woman testimonial of cialis internationale Bergbau-Unternehmen. Cabrera, dessen Familie wie die Tausender anderer in Guatemala durch die Ermordung oder das Verschwinden von Angehörigen gezeichnet ist und cialisis in canada der selbst fast Opfer einer korrupten Justiz geworden wäre, beeindruckt die westlichen Vertreter der Kirchen: „Unsere Arbeit ist Ausdruck unserer Spiritualität. Die Arbeit für die Menschenrechte in Guatemala eint die verschiedenen Kirchen und us cialis Konfessionen. Und wenn das Martyrium kommen sollte, dann verstehen wir es als Privileg, auf der Seite der Armen zu stehen“.

 

Beeindruckend war auch der Vortrag von Virginia Saldanha aus Bombay zur Situation von Frauen in Indien: „Frauen tragen die doppelte Last: Sie müssen mit für das Einkommen der Familie sorgen und generic viagra in canada zugleich Kinder aufziehen. Trotzdem werden ihre Rechte in Indien mit Füßen getreten“, so die Generalsekretärin für Frauenfragen bei der Förderation Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC). 46 Prozent der weiblichen Bevölkerung in Indien können weder lesen noch schreiben. Dadurch bleiben sie in Politik und Wirtschaft immer noch deutlich unterrepräsentiert und können ihre Rechte nicht durchsetzen. Zudem sind Frauen in Indien vielfältigen Formen der Gewalt ausgesetzt und werden auf offener Straße oder im häuslichen Bereich durch von Männern ausgeübte Gewalt eingeschüchtert. Daher „müssen die Kirchen die Förderung der Rechte von Frauen als ihre Mission verstehen“ und Zeit und Energie etwa dafür investieren, die Haltung der Männer gegenüber Frauen zu verändern.

 

Weitere Vorträge und Workshops beschäftigten sich u. a. mit dem Thema „Klima-Flüchtlinge und Menschenrechte“ (Michael Windfuhr, Brot für die Welt), „Menschenrechtsverletzungen in Deutschland am Beispiel von Flüchtlingen (Bernd Mesovic, Pro Asyl) oder „Zeuginnenschutz und Menschenhandel“ (Sr. Irmlind Rehberger, OFM).

 

Die Tagung zeigte das breite Spektrum, in dem die Kirche sich bereits für den Schutz der Menschenrechte einsetzt oder wo sie dazu aufgerufen ist, ihre Stimme noch deutlicher zu erheben. Kirchen solidarisch im Einsatz für Menschenrechte? Die Tagung endete mit einem eindeutigen „Ja“! oder: „Yes, we can and best way to use cialis must!“. Die Kirchen haben eine Mission – einen ganzheitlichen und ökumenischen Auftrag – für die Menschenrechte, denn „die Sendung Jesu verlangt den Einsatz der Menschenrechte“.

 

 

Dr. Claudia Jahnel

 

 

Ein Video zur Tagung können Sie hier anschauen. 


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