Entschieden für Menschenrechte!

 

Katholische und Evangelische Kirche und Aktion fair spielt fordern den Internationalen Spielwarenverband zur Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen auf

 

Anlässlich der vom 7. bis 9. Juni in München stattfindenden Jahrestagung des Internationalen Spielwarenverbandes haben die Aktion fair spielt und mail order viagra canada die katholische und evangelisch-lutherische Kirche eine ernüchternde Zwischenbilanz gezogen. Der Erzbischof von München und viagra side effects Freising, Reinhard Marx, und der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Johannes Friedrich, kritisieren die zögerliche Umsetzung des Verhaltenskodexes, mit dem der Internationale Spielwarenverband für „menschenwürdige, sichere und cialis dosage produktive Arbeitsbedingungen“ in den Spielzeugfabriken der Welt sorgen möchte.

 

„Nach fünf Jahren systematischer Überprüfungen ist das Ergebnis enttäuschend. Es ist immer noch nicht gewährleistet, dass die gesamte Lieferkette in die Kontrollen einbezogen wird. Es mangelt an Schulungen und french over the counter cialis wirksamer Beteiligung der Arbeiterinnen und cialis and diabetes Arbeiter. Und die Öffentlichkeit wird noch nicht darüber informiert, welche Fortschritte die Markenhersteller bei ihren Lieferanten erreichen“, so Erzbischof Marx.

 

Die Aktion fair spielt erkennt an, dass es in den bisher rund 800 zertifizierten Fabriken an manchen Stellen durchaus Verbesserungen gibt, etwa bei der Gesundheit und buy generic viagra online Sicherheit am Arbeitsplatz. In anderen Bereichen stehe die Umsetzung des Kodexes aber immer noch am Anfang: Nach wie vor gelinge es nicht, die überlangen Arbeitszeiten zu begrenzen oder die Zahlung der gesetzlichen Mindestlöhne und viagra for cheap Überstundenzuschläge sicherzustellen. Die Löhne reichten meist nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes, und vielfach werde wochenlang tagtäglich bis zur völligen Erschöpfung gearbeitet. Solche erschreckenden Abweichungen von den Regeln des Kodexes würden bei Stichproben zur Überprüfung der regulären Fabrikkontrollen immer wieder festgestellt.

 

Als unzureichend bezeichnet es die Aktion fair spielt, dass nicht von jeder Fabrik die Offenlegung ihrer Sublieferanten verlangt wird. So könnten Hersteller beispielsweise eine vorbildlich geführte Vorzeigefabrik zertifizieren lassen, während in nicht gemeldeten „Schattenfabriken“ weiterhin unter menschenunwürdigen Bedingungen gearbeitet werde. In der Volksrepublik China, dem weltweit wichtigsten Land der Spielzeugproduktion, sei das eine verbreitete Praxis.

 

„Die Verantwortung dafür liegt auch bei den Hersteller- und Handelsfirmen in Europa, Japan und cialis next day delivery den USA, wenn sie mit knapp bemessenen Lieferfristen und side effects of cialis 20 mg massivem Preisdruck solche Praktiken fördern“, sagt Landesbischof Friedrich. Außerdem müssten sich alle Hersteller und viagra sales der Handel ohne Wenn und buying real viagra without prescription Aber dem Kodex anschließen und umfassend Auskunft über die Umsetzung geben. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass bei der Spielzeugproduktion die Menschenrechte eingehalten werden“, so Bischof Friedrich.

 

In einem gemeinsamen Appell stellen die Repräsentanten der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern fest, dass der Verhaltenskodex des Internationalen Spielwarenverbandes einen wichtigen Beitrag für die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen leisten  könne. Aber er müsse glaubwürdig und nachvollziehbar umgesetzt werden. Der Verband müsse bei seiner Jahrestagung in München die Weichen endlich so stellen, dass das gewährleistet sei. Kapitalinteressen müssten da zurücktreten, wo sie mit der Menschenwürde in Konflikt gerieten. Profit rechtfertige keine unmenschlichen Arbeitsbedingungen.

 

Kontakt:

  • Uwe Kleinert, Werkstatt Ökonomie, Koordinator der Aktion fair spielt,
    Tel. (06221) 43336-11
  • Elisabeth Strohscheidt, Misereor, Menschenrechtsreferentin,
    Tel. (0241) 442-577, Mobil (0160) 97848512
  • Annekatrin Jentsch, Mission EineWelt, Pressereferentin,
    Tel. (09874) 91030

 

Weitere Informationen und die Firmenliste der Aktion fair spielt finden Sie unter www.fair-spielt.de oder www.misereor.de

 

Hintergrundinformationen 

eingestellt am 9. Juni 2009


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