Ministerialdirektor Hans-Dietrich Lehmann (BMZ)
Ministerialdirektor Hans-Dietrich Lehmann (BMZ)

Entwicklungspolitik ist mehr als Armutsbekämpfung

 

 

Ministerialdirektor Lehmann aus Berlin zu Vortrag bei Mission EineWelt

 

 

„Entwicklungspolitik ist mehr als bloße Armutsbekämpfung und darf nicht auf Entwicklungshilfe reduziert werden.“ Für Hans-Dietrich Lehmann definiert sich Entwicklungspolitik als Teil einer globalen Strukturpolitik, die auf Veränderungen der weltweiten Verhältnisse zielt. Der Ministerialdirektor im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) war am 13. Juli zu einem Vortrag über das Verhältnis von Religion und Entwicklung aus der Sicht staatlicher Entwicklungspolitik ins Centrum Mission EineWelt gekommen.

 

Entwicklung sei ein Prozess der Befreiung und Freiheit sei ein biblischer Begriff. „Wenn wir Freiheit als Freiheit von Not verstehen, dann ist Entwicklungspolitik eine privilegierte Möglichkeit, global für Werte einzustehen“, betonte Lehmann. Zu diesen Wertefragen gehören der Respekt vor der Schöpfung und die Solidarität mit Hungernden.

 

Nach Ansicht Lehmanns könne sich staatliche Entwicklungszusammenarbeit nicht leisten, Religion und Spiritualität auszublenden. „Entwicklungsarbeit ist zu einem großen Teil interkulturelle Arbeit und hat häufig mit Religion zu tun.“ Der Ministerialdirektor warnte jedoch davor, Religion in ihren Möglichkeiten zu über- oder zu unterschätzen. Wo Religion und Spiritualität im Alltag der Menschen verwurzelt seien, betonte er, könnten sie einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten.

 

 

Helge Neuschwander-Lutz

 

 

eingestellt am 14. Juli 2009


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