Einblicke in tansanischen Tanz und Lebenswelten beim Seminar in Freising

Geister, Tanz, Musik

 

 

Einblicke in tansanische Lebenswelten beim Seminar in Freising

 

 

„Es ging so schnell vorbei, ich hätte gerne noch weiter gemacht“, bedauerte eine Teilnehmerin beim Kurs „Geister, Tanz, Musik“, der am 10. und 11. Juli im Freisinger Bildungszentrum der Erzdiözese stattfand. Die Tänzerin und Akrobatin Stumai Schulte-Halili, die früher an der Bagamoyo-Kunsthochschule in Tansania unterrichtet hat, studierte mit der Gruppe Tänze aus ihrer Heimat ein: Wie Männer ein Tier erlegen, Gott für seine Hilfe danken, die Beute nach Hause schleppen und dort von den Frauen empfangen werden, die dann das Essen zubereiten.

 

Auch wenn niemand auch nur annähernd so eindrücklich tanzen konnte wie die Lehrerin, tauchten alle ganz intensiv in das Leben Tansanias ein, sangen lauthals und trommelten afrikanische Rhythmen. Anhand eines Videos erklärte die Seminarleiterin auch die Arbeit einer Medizinfrau sowie die selbstverständliche Gegenwart von guten und bösen Geistern, die die Menschen umgeben und in ihr Leben eingreifen. Man spürt, wie die gläubige Muslimin, die schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt und verheiratet ist, mit ihren Gefühlen einmal in ihrer alten und dann wieder der neuen Heimat zu Hause ist.

 

Die Einblicke in die tansanische Welt waren kurz, aber intensiv - für Körper, Geist und Seele. Schnell fällt auf, dass es zwischen den tansanischen und deutschen Glaubenswelten durchaus Parallelen gibt, auch wenn das meiste trotzdem fremd bleibt.

 

„Das Seminar war so leicht“, sagte eine Frau beim Abschied. Die Lebensfreude von Stumai Schulte-Halili hatte alle ergriffen und die Gedanken noch ein bisschen in Bagamoyo verweilen lassen, der Stadt am Indischen Ozean.

 

Manfred Kurth

 

eingestellt am 17. Juli 2009


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