Pfarrer Hans Grauvogl geht mit seiner Frau Beate und Sohn Benedikt wieder nach Papua-Neuguinea  © Mission EineWelt/Jentsch
Pfarrer Hans Grauvogl geht mit seiner Frau Beate und Sohn Benedikt wieder nach Papua-Neuguinea

Papua-Neuguinea zieht Pfarrer und Freiwillige in seinen Bann

 

 

Verschiedene Arbeitsmodelle bei Mission EineWelt in Übersee möglich

 

 

Der gebürtige Augsburger Hans Grauvogl geht zum vierten Mal nach Papua-Neuguinea. Gemeinsam mit seiner Frau Beate und seinem Sohn Benedikt wird der Pfarrer weitere drei Jahre an der wichtigsten Evangelistenausbildungsstätte der evangelisch-lutherischen Partnerkirche in Amron unterrichten.

 

Knapp 80 junge Männer werden dort drei Jahre lang ausgebildet. Evangelisten sind Seelsorger, Lehrer und Prediger in einem. Pfarrer kommen in abgelegenen Dörfern manchmal jahrelang nicht vorbei.

 

Die Ehefrauen werden in Kursen derweil auf ihre Rolle als Evangelistenfrauen vorbereitet: Die meisten lernen erst einmal lesen und schreiben – bei einer Analphabetenrate von knapp 60 Prozent kein Wunder. Aber auch Bibelarbeiten, Gesundheits- und Hygienefragen sowie Handarbeiten stehen auf dem Ausbildungsplan.

 

Diakonisches Element in Ausbildung stärken

 

Seit 2006 war Pfarrer Grauvogl bereits als Dozent in Amron tätig. Vor allem das diakonische Element will er stärken: „Die Evangelistenausbildung ähnelt unserer Diakonenausbildung.“ Seine Frau gibt Nähkurse, ist in der Frauenarbeit tätig und hat ansonsten im Haushalt und mit Besuchern alle Hände voll zu tun. Papua-Neuguinea kennt das Ehepaar von früheren Arbeitseinsätzen seit 12 Jahren.

 

1997 hatte Hans Grauvogl die Gemeinde in Pfarrkirchen, im Dekanat Passau, übernommen und dort auch im Diakonischen Werk mitgearbeitet. Nun haben er und seine Frau sich noch einmal für das Land am anderen Ende der Welt entschieden. „Das ist eine Aufgabe, die wir gut können und wo wir gebraucht werden.“

 

Als Freiwillige andere Kulturen kennen lernen

 

Ebenfalls nach Papua-Neuguinea zieht es auch fünf der 44 jungen Freiwilligen, die ab September für ein Jahr über das Freiwilligenprogramm von Mission EineWelt in den Partnerkirchen mitarbeiten werden. Drei davon kommen aus Franken, zwei aus Norddeutschland. Sie wollen Erfahrungen sammeln in einer Kultur, die so ganz anders ist als die westliche, sagen sie. „Nach der Schule geht das problemlos, später nicht mehr“, meint der 20-jährige Abiturient Michael Schmid aus Neuendettelsau.

 

Auch Maria-Lena Lindner aus der Nähe von Hof freut sich schon auf Papua-Neuguinea, das „noch ziemlich ursprünglich und auch exotisch“ ist. An die Bezeichnung „Missionarin auf Zeit“, wie sie dort genannt werde, müsse sie sich aber noch gewöhnen.

 

Gerade haben die fünf Freiwilligen im dritten Sprachkurs Pidgin, die Landessprache Papua-Neuguineas, gepaukt. Ihre Kollegen, die nach Afrika oder Lateinamerika gehen, Kisuaheli und Spanisch. Neben dem Spracherwerb kommen in den Vorbereitungsseminaren auch Alltagsfragen zur Sprache: passende Kleidung, Malariaprophylaxe oder selbst die Größe des Kühlschranks. Da kommen erfahrene Kollegen gerade recht: Auf Spaghetti brauchen sie in Papua-Neuguinea jedenfalls nicht zu verzichten, versichert Hans Grauvogl.

 

Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

 

eingestellt am 5. August 2009

 

 


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