Vernünftige Entwicklungspolitik ist Friedenspolitik
Hiroshima mahnt! - Hiroshimatag am 6. August in Nürnberg
Im Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe durch die US-amerikanische Luftwaffe am 6. und 9. August 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki veranstaltete ein breites Bündnis von Friedensgruppen, Atomkraftgegnern, der Pazifik-Infostelle und Mission EineWelt eine Mahnwache vor der Nürnberger Lorenzkirche unter dem Motto „Hiroshima mahnt!“ Trommelklänge und Musik begleiteten die verschiedenen Redebeiträge.
Angesichts der globalen Probleme wie Hunger, Wirtschaftskrise, soziale Ungerechtigkeit und Klimawandel forderte Gisela Voltz von Mission EineWelt eine grundlegende Kehrtwende in der weltweiten Sicherheits- und Entwicklungspolitik. Noch immer, so die Pfarrerin, würden weltweit mehr als 1,2 Billionen US-Dollar für Rüstung ausgegeben und nur ein Zehntel davon für Entwicklung.
Die Situationen in Afghanistan, Pakistan, im Sudan und Kongo zeigten eindrücklich, dass es sehr viel teurer und schwieriger ist, Kriege zu beenden, als rechtzeitig ihre Ursachen zu bekämpfen. „Eine vernünftige und ehrliche Entwicklungspolitik sowie eine gerechte, faire Handelspolitik sind die kostengünstigste Friedenspolitik und schaffen langfristig und nachhaltig Sicherheit“, unterstrich Voltz. Mission EineWelt beteiligte sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Veranstaltung.
Gisela Voltz
eingestellt am 7. August 2009
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